Tätowierungen: ausdrucksstarke Körperkunst
Ob geometrische Muster oder Pflanzen- und Tiermotive – die fast ausschließlich schwarzen Tätowierungen gehören als fester Bestandteil zur kulturellen Identität der Maohi, der Ureinwohner von Tahiti und ihren Inseln. Sowohl Männer als auch Frauen tragen die prächtigen Kunstwerke, denen oft eine symbolische Bedeutung innewohnt, stolz als eine Art Körperschmuck. Früher dienten sie zur Untermalung der eigenen Attraktivität und zur Einschüchterung von Feinden. Das Wort „Tattoo“ stammt vom tahitianischen Wort „tatau“, das zurückgeht auf einen Brauch, bei dem Zeichen dauerhaft in die Haut geritzt wurden. Mittlerweile gibt es auf den Inseln etwa 25 professionelle Tätowierer, wo interessierte Urlauber mehr über diese Kunst erfahren können. Und vielleicht kehrt der eine oder andere mit einem permanenten Souvenir nach Hause zurück. Ein Muss für jeden Fan dieses Körperkults ist die „Tattoonesia“: Bei diesem Tattoo-Festival treffen sich jedes Jahr im Winter Künstler aus aller Welt zu Schauwettbewerben.
die schönsten Tattoos gab und gibt es in Polynesien, auf diesen wunderbaren Inseln, die die Sehnsucht gebildeter Europäer nach Ursprünglichkeit schon immer beflügelt haben. Auch der Begriff „Tätowierung“ und mit ihm das eingedeutschte Wort „Tattoo“ hat seinen Ursprung im Tahiti-Wort „tatau“ und Tahiti gehört bekanntlich zu Französisch-Polynesien. Und dieses Wort hat sich vermutlich lautmalerisch aus dem Geräusch entwickelt, das beim Schlagen auf den in Polynesien traditionell benutzten Tätowierkamm oder Stichel entsteht.
Die Tahitianer erklären den Ursprung des Tatau denn auch durch eine Legende: Zwei Söhne des Gottes Ta’aron, Mata Mata Arahu (der mit Holzkohle zeichnet) und Tu Ra’I Po (der im dunklen Himmel wohnt), erfanden die Tätowierung, um die Tochter der ersten Menschen, Hina Ere Ere Manua, zu verführen. Das gelang auch, denn das Mädchen war so begeistert vom kunstvollen Ganzkörperschmuck der beiden, dass sie der strikten Überwachung durch ihre Mutter entfloh. Kinder, Kinder! Eine andere Quelle schildert die Verführung sogar noch drastischer. Da sollen die beiden Götterjünglinge ihre wunderschöne Götterschwester mit Tattoos an intimen Stellen des Körpers verzaubert haben. Inzest scheint es bei den Göttern ja nicht zu geben. Wie auch immer man es mit der Ganzkörpergestaltung als Hilfsmittel der Verführung hält, auch Mädchen ließen sich tätowieren, und zwar schon im zarten Alter zwischen acht und zehn Jahren. Ein schmuckes Hineingleiten in die Pubertät. Wie die in diesem Zusammenhang in der Literatur gefundene Bemerkung, dass ein nicht tätowiertes Mädchen für Männer tabu sein sollte, zu verstehen ist, weiß ich nicht genau. Ich hoffe, die Schamgrenze reichte bis ins Alter der Vollendung der Tattoos, also bis in die Volljährigkeit. Jünglinge wurden mit elf oder zwölf Jahren erstmals markiert. Vollendet wurde die Ganzkörperzeichnung bei ihnen im Allgemeinen kaum vor dem dreißigsten Lebensjahr. Heute sind auf Polynesien meist nur noch Männer tätowiert.
Der Vorgang selbst ist schmerzhaft, ist zu lesen. Die Geräte sind angeblich urtümlich, unverändert seit Hunderten von Jahren. Ein Stöckchen mit einer haarscharfen Spitze aus angeschliffenem Perlmutt, Vogelknochen, Tier- oder Menschenzahn dient als Stichel. Mit einem Hämmerchen wird der in Farbe getunkte Stichel unter die Haut getrieben. Die Farbe wird aus verbrannten und zermahlenen Nüssen gewonnen, die zu einer tiefschwarzen Paste angerührt werden. Unter der Haut färbt sich die Tinktur graublau, unauslöschlich für immer. Anderorts ist zu lesen, dass der Stichel eigentlich eher ein Kamm mit bis zu zwanzig Nadeln ist. Vermutlich gibt es eben mehrere Gerätschaften, je nach Muster.
Die Körpermuster bestehen aus kunstvollen Kompositionen abstrakter Motive wie Sterne, Kreise, Schleifen, Rhomben und stilisierten Bildern von Bäumen, Blumen, Waffen, Vögeln und anderem. Überliefert ist, dass die unterschiedlichen Zeichen ursprünglich einzelnen Gesellschaftsgruppen wie Priestern, Adeligen oder Kriegern vorbehalten waren. Heute ist es bei aller Romantisierung so – und da muss ich Sie leider ernüchtern – , dass die moderne Bildwelt Einzug auf Polynesien gehalten hat. Ich würde mich nicht wundern, das eine oder andere profane Figürchen auf polynesischer Haut zu finden. Es müssen ja keine Micky-Mäuse sein. Auch die Technik entspricht wohl meist eher modernen Tätowierstuben. Aber unter jungen Leuten gilt eine schön gelungene Tätowierung nach wie vor als zeitlos sexy.
Da mein Taschengeld bis jetzt noch nicht bis Tahiti gereicht hat, stammen die im Bildanhang zu findenden Motive vom Mailänder Modefotografen Gianpaolo Barbieri. Das erklärt die Tatsache, dass sie in einer an Polaroids erinnernden Gestaltung reproduziert sind. Kunst eben. Ich habe sie mit Einwilligung der Repräsentantin so belassen.
Polynesien
Die Bezeichnung „Polynesien“ wurde 1756 erstmals von dem französischen Gelehrten Charles de Brosses verwandt, welcher mit diesem Namen alle Inseln des pazifischen Ozeans ansprach. Der französische Konteradmiral Jules Dumont d'Urville schlug im Jahre 1831 anlässlich eines Vortrages vor der geographischen Gesellschaft von Paris eine Einschränkung des Begriffes vor und führte die Bezeichnungen Mikronesien und Melanesien für Teile des pazifischen Inselreiches ein. Er begründete dies mit den ethnischen Gegebenheiten, welche die Bezeichnung Polynesien nur für Teile des pazifischen Siedlungsraumes zuließe. Diese Unterteilung Ozeaniens in drei unterschiedliche Regionen ist bis heute im allgemeinen Sprachgebrauch verankert geblieben. Die polynesischen Sprachen spielen bei dieser Einteilung eine wichtige Rolle.
Geographie [Bearbeiten]
Doppelinsel Nā Mokulua vor Lanikai (Oʻahu/Hawaiʻi)
Polynesien mit seinen weit über 1000 Inseln und Inselgruppen erstreckt sich von den Hawaiʻi-Inseln (USA) im Norden nach Neuseeland im Südwesten und der Osterinsel (Chile) im Südosten. Im Westen verläuft die Grenze zwischen den (mikronesischen) Gilbertinseln und Tuvalu. Man nennt dieses Seegebiet auch das „polynesische Dreieck“. Es umfasst eine Meeresfläche von rund 50 Millionen km². Die polynesischen Inseln haben zusammen eine Landfläche von rund 294.000 km², wobei Neuseeland alleine bereits 270.534 km² groß ist. Die Entfernungen zwischen den verschiedenen Inseln und Inselgruppen betragen oft mehrere tausend Kilometer. Die enorme Weite des Ozeans ist das alles bestimmende Element der polynesischen Geographie.
Die Inseln Polynesiens sind bis auf die Ausnahme Neuseeland, das vor vielen Millionen Jahren Teil der Antarktis war, vulkanischen Ursprungs, wobei einige Vulkane noch aktiv sind. Falls die Vulkane seit der letzten Eiszeit, als der Meeresspiegel etwa 100 m tiefer lag, bis nahe an die Meeresoberfläche reichten, konnten dort Korallenriffe entstehen und es bildeten sich mit steigendem Meeresspiegel in ihrer Größe variierende, hunderte kleiner und kleinster Koralleninseln, die in der Regel in Form von Atollen angeordnet sind. Derartige Koralleninseln erheben sich häufig nur wenige Meter über den Meeresspiegel. Die Bewohnbarkeit mancher dieser Atolle für den Menschen ist heutzutage durch das auf Grund der derzeitigen Erwärmung des Weltklimas bewirkte schnelle Ansteigen des Meeresspiegels gefährdet. Besonders bei Sturmfluten dringen dann nicht unerhebliche Mengen salzigen Meerwassers in das Landesinnere ein und verunreinigen das für den Anbau von Nutzpflanzen benötigte Trinkwasser. Es steht zu befürchten, dass deshalb in absehbarer Zeit einige dieser Atolle vom Menschen aufgegeben werden müssen, da sie sich für menschliche Besiedelung nicht mehr eignen.
Auch die mittelgroßen Inseln und die wenigen großen Inseln befinden sich auf vulkanischen Erhebungen im etwa 4000 m tiefen Pazifischen Ozean. Manche Vulkankrater wurden durch geologische Vorgänge angehoben, so dass der einstmals im flachen Meer gebildete Kalkstein nun über der Meeresoberfläche liegt und eine Kalksteininsel entstehen ließ. Eine Gefährdung derartiger Inseln durch einen steigenden Meeresspiegel ist augenblicklich nicht erkennbar.
Karte der Meeresströme
Die pazifische Meeresströmung auf Höhe des Äquators, die von West nach Ost durch Polynesien strömt, ist der Äquatoriale Gegenstrom. Nördlich, auf der Höhe von Hawaiʻi, fließt von Ost nach West der Nordäquatorialstrom und südlich, ebenfalls von Ost nach West, der Südäquatorialstrom. Dieser wird vom kalten Humboldtstrom an der Westküste Südamerikas gespeist und geht teilweise in den Ostaustralstrom über, der an der Ostküste Australiens entlang fließt und auf Neuseeland trifft. Von dort verläuft eine ostwärts gerichtete Strömung bis nach Südamerika, die sich aus warmen äquatorialem Wasser und kaltem Wasser des südlich von Australien und Neuseeland verlaufenden Antarktischem Zirkumpolarstrom zusammen setzt. Dadurch wird Neuseeland sowohl von einem warmen als auch von einem kaltem Meeresstrom umflossen.
Eine tabellarische Auflistung der verschiedenen polynesischen Inseln und Inselgruppen findet sich am Ende dieses Artikels (siehe Tabelle polynesischer Inseln).
Einfluss auf die Natur [Bearbeiten]
Für Flora und Fauna der betroffenen Inseln führte die Besiedlung durch die Polynesier zu einer ersten Aussterbewelle. So waren die Moas und viele andere neuseeländische Arten schon vor der Ankunft der europäischen Entdecker ausgestorben und sind uns nur durch Knochenfunde bekannt. Ebenso erging es den Moa-Nalos in Hawaii. Durch die europäischen Siedler wurde dann eine zweite Aussterbewelle verursacht.
Bevölkerung [Bearbeiten]
Die Gesamtbevölkerung Polynesiens wird heute auf ungefähr sechs Millionen Einwohner geschätzt, davon annähernd eine Million Polynesier. Äußerlich unterscheiden diese sich von den übrigen Ozeaniern durch hellere Hautfarbe, glattere Haare und größere Gestalt. Im Zuge der weitgehenden Kolonialisierung des polynesischen Seeraumes durch die europäischen Mächte und die Vereinigten Staaten von Amerika im 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert kam es zu einer massiven Einwanderung fremder Siedler, Wanderarbeiter und Sklaven aus vielen Ländern. Dies führt heute zu einem uneinheitlichen Bild der ethnischen Zusammensetzung der Bevölkerung Polynesiens. Auf manchen Inseln ist der Anteil der Bewohner ursprünglich polynesischer Abstammung nur mehr äußerst gering – so zum Beispiel auf Hawaiʻi: Hier beträgt der polynesische Bevölkerungsanteil gerade noch ca. 6,5 % –, auf anderen Inselgruppen hingegen sind die Polynesier noch immer in der absoluten Mehrheit, wie etwa auf Tonga, wo 98 % der Bewohner polynesischer Abstammung sind. Der Großteil der fremdstämmischen Bevölkerung hat seine Wurzeln im asiatischen Raum (China, Japan, Indien, die Philippinen usw.), gefolgt von Bewohnern mit europäischer und amerikanischer Abstammung.
Soziokulturelle Entwicklung der Bevölkerung [Bearbeiten]
traditionelle polynesische Feier
Auf Grund der Tatsache, dass das polynesische Dreieck sich über ein ungeheuer großes Seegebiet erstreckt, in welchem die verschiedenen Inselgruppen vielfach tausende von Kilometern voneinander entfernt liegen, ist es niemals zu einer einheitlichen gesellschaftlichen oder gar politischen Entwicklung auf den polynesischen Inseln gekommen. Nach dem Eintreffen der Europäer im späten 18. und 19. Jahrhundert und der darauf folgenden Kolonisierung der Region haben sich diese Unterschiede in der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region noch wesentlich stärker ausdifferenziert. Heute findet man neben wirtschaftlich und politisch hoch entwickelten Regionen, in denen sowohl bezüglich Bildung als auch Kultur westliche Standards gelten, auch Inselgruppen deren Bewohner nach wie vor wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorgehensweisen pflegen, wie man sie im wesentlichen schon vor Jahrtausenden in der Region verwandte. Nach wie vor bestehen abhängige Gebiete ehemals europäischer und amerikanischer Kolonien, denen man heute einen aufgewerteten Status als Überseeterritorien oder Bundesstaaten zuspricht, neben unabhängigen kleinen Königreichen, kleinen demokratisch geführten unabhängigen Staaten und hier oftmals wiederum abhängigen Gebieten, in welchen noch die alten Stammestraditionen gepflegt werden.
moderne Zeiten in französisch Polynesien
Ein auch nur im entferntesten einheitliches Bild des kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Zustandes der Region kann daher nicht gezeichnet werden. Die Unterschiede sind zu groß, eine gemeinsame Entwicklung findet nicht statt. Einzige Ausnahme hierbei ist, dass im gesamten polynesischen Kulturraum unter den indigenen Bevölkerungsschichten in den letzten Jahren eine Rückbesinnung auf ehemalige gemeinsame kulturelle Werte und Denkweisen begonnen hat. Diese Bewegung gewinnt in ganz Polynesien zunehmend an Bedeutung, fordert Anerkennung und in vielen Fällen auch alte Rechte und verloren gegangenen Besitztitel zurück. Doch auch hier finden sich unterschiedliche lokale Ausrichtungen und Zielsetzungen, die sich nach den jeweiligen örtlichen Bedingungen richten. Wenn man sich daher ein zutreffendes Bild über die gesellschaftliche und politische Entwicklung im modernen Polynesien machen will, ist es unumgänglich, die einzelnen Regionen und Inselgruppen gesondert zu betrachten. Daher der Verweis auf die oben erwähnte Liste der Staaten und Inselgruppen Polynesiens. Sie findet sich am Ende dieses Artikels und enthält Links, die zu den Beschreibungen der einzelnen Inseln und Inselgruppen weiterleiten. In diesen werden die jeweiligen lokalen Besonderheiten im einzelnen dargestellt.
Geschichte [Bearbeiten]
Besiedlung [Bearbeiten]
Das polynesische Dreieck stellt eines der größten zusammenhängenden Siedlungsgebiete der Erde dar. Die Art und Weise sowie der Zeitrahmen der Besiedelung Polynesiens durch seine ursprünglichen Bewohner ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es wird befürchtet, dass eine eindeutige Klärung auch in Zukunft nicht mehr möglich sein wird, da allzu viele Zeugnisse der alten polynesischen Kultur unwiederbringlich verloren sind.
Nach einer Theorie des Archäologen Peter Bellwood drangen etwa um 1500 v. Chr. Seefahrer aus Taiwan über die Philippinen in den Raum des Inseldreiecks Tonga/Fidschi/Samoa vor, und breiteten sich über die Inselwelt relativ rasch aus. Diese Theorie wird mit der Entwicklung des Pflanzenanbaus der Gegend und dem Aufkommen einer bestimmten Art von Keramik (sog. Lapita-Ware) begründet und wird „Schnellzug nach Polynesien“ genannt.
Andere Historiker vermuten eine Besiedlung von Melanesien aus („Langsamen Boot nach Polynesien“), wonach bereits um 1300 v. Chr. die Fidschi Inseln erreicht wurden. Von dort aus erfolgte die Ausbreitung weiter ostwärts über Samoa und Tonga bis zur chilenischen Osterinsel. Neuere Radiokarbondatierungen auf der Insel Rapa unweit der Osterinsel haben ergeben, dass die Besiedlung von Fidschi über Tonga und Samoa bis in die Osterinselregion etwa 1500 Jahre gedauert hat. Demnach kamen die ersten Siedler um 1200 n. Chr. hierher und fanden zunächst hervorragende Lebensbedingungen, so dass sie sich stark vermehren konnten. [1]
Der Völkerkundler Thor Heyerdahl hat gezeigt, dass eine Besiedlung Polynesiens theoretisch auch von Osten her möglich gewesen wäre. Mit der Kon-Tiki, einem Floß aus Balsaholz, wie es schon die Ureinwohner Perus an der Westküste Südamerikas bauten, ist Heyerdahl 1947 von Südamerika bis zum polynesischen Tuamotu-Archipel vorgedrungen. Nach Ansicht des Forschers erleichtern der Humboldtstrom sowie die vorherrschenden Winde den Seeverkehr von Ost nach West, und erschweren ihn in der Gegenrichtung. Deshalb sei eine Besiedlung aus östlicher Richtung wahrscheinlich. Heyerdahl ist allerdings jeglichen anthropologischen oder genetischen Beweis für seine Thesen schuldig geblieben. Eine vom amerikanischen Kontinent ausgehende Besiedlung Polynesiens gilt deshalb heute in Forscherkreisen als äußerst unwahrscheinlich.
Eine in den letzten Jahren von vielen Wissenschaftlern geteilte Auslegung besagt, dass bereits um 4000 v. Chr. seefahrende Völker aus Südostasien, die so genannten Austronesier, damit begonnen hätten, sich über die Inselgruppen des westlichen Pazifik stetig Richtung Osten auszubreiten. Über die Salomon-Inseln hätten sie um 1100 vor Chr. Tonga und Samoa erreicht. Auf Grund einer stetig wachsenden Bevölkerung und daraus entstehender Konflikte um Siedlungsland wären Gruppen von ihnen immer weiter gen Osten gezogen und hätten um 300 v. Chr. die Marquesas-Inseln erreicht. Es wird postuliert, dass die weitere Besiedlung des polynesischen Dreiecks fortan ihren Ausgangspunkt auf den Marquesas hatte: Man nimmt an, dass die Polynesier von dort aus um 300 n. Chr. die Osterinsel erreichten, um 400 n. Chr. nach Hawaiʻi gelangten und um 1000 n. Chr. in Neuseeland Fuß fassten.
Nach einem neueren Forschungsansatz wird die Gendrift bei Schweinen auf deren Ausbreitung hin untersucht. Forscher um Keith Dobney von der Oxford University schlossen aus Untersuchungen an ausgegrabenen und noch lebenden Schweinen, dass die Hausschweine der Siedler aus dem heutigen Vietnam stammten. Von dort zogen sie mit den Bewohnern über Flores und Timor und breiteten sich dann in zwei unterschiedlichen Routen aus. Eine nördlichere verlief über die Philippinen und die südliche in Richtung Polynesien. Erst dort gab es eine Vermischung mit der Lapita-Kultur.[2]
Bis vor kurzem konnte keine dieser Annahmen weitere wissenschaftlich Belege liefern, die ausreichend die eine oder andere Theorie stützten bzw. widerlegten. Weder der Vergleich von Sprachen und Dialekten, die Untersuchung ethnischer Eigenarten der Bevölkerungsgruppen, die Einordnung der wenigen archäologischen Funde, noch der Versuch, anhand des Vorkommens der vom Menschen in diesen Lebensraum eingeführten Nutzpflanzen und Tierpopulationen auf die genauen Wege der Besiedlung zu schließen, hatten eine eindeutige Beweislage für die eine wie die andere Theorie ergeben. Erst 2008 veröffentlichte ein Team um Jonathan Friedlaender eine Studie, die anhand von menschlichen Erbgutuntersuchungen Belege für die erste Theorie (Besiedelung aus Taiwan) bringt und andererseits eine Besiedlung über Melanesien unwahrscheinlich erscheinen lässt. In der Studie wurde festgestellt, dass von den ca. 1000 genetischen Proben verschiedenster polynesischer Regionen kaum Anzeichen auf eine Vermischung mit Melanesiern zu finden sind, wie sie bei einer Wanderung über Melanesien wahrscheinlich wären. [3]
Einflüsse von Außen [Bearbeiten]
Kapitän Wallis trifft Königin Oberea in Tahiti, ca. 1772
Die ersten Europäer, die das polynesische Inselreich näher erkundeten, waren der englische Forscher Samuel Wallis im Jahre 1767, der Franzose Louis Antoine de Bougainville 1768 und James Cook im Jahr 1769. Besonders die Berichte James Cooks und der Forscher, die ihn auf seinen insgesamt drei Südsee-Reisen begleiteten (u.a. Johann Reinhold und Georg Forster), lenkten die Blicke Europas auf die Region. Schon bald folgte den ersten europäischen Entdeckern eine große Zahl an Händlern, Abenteurern und den sogenannten Strandläufern, mit verhängnisvollen Folgen für die polynesischen Ureinwohner: Die nun eindringenden Europäer und Amerikaner waren ausschließlich auf der Suche nach neuen Handelsrouten, nach Fellen, wertvollen Hölzern u. a. Rohstoffen. Sie zeigten wenig Respekt oder Interesse, die tausende Jahre alte Kultur Polynesiens kennenzulernen und zu erhalten. Überdies schleppten sie eine große Zahl von Infektionskrankheiten ein, die bislang in der Region nicht bekannt waren und gegen welche die Polynesier keine Immunabwehr besaßen. Diese Krankheiten rafften binnen kürzester Zeit einen großen Teil der Bevölkerung auf den Inseln von Polynesien dahin. Ein weiterer Teil wurde systematisch dezimiert, als im Gefolge der europäischen Kaufleute auch Sklavenhändler die Inseln heimsuchten.
Schon bald kamen auch die ersten christlichen Missionare nach Polynesien. Auf vielen Inseln führten sie einen erbitterten Kampf gegen ererbte kulturelle und religiöse Überzeugungen. Vielerorts verbanden sie sich mit den herrschenden Familien, zerstörten die Tempel und drängten die Ausübung einheimischer Rituale, Tänze und Gesänge zurück.
Kurz darauf gab es erste politische Umbrüche: Die führenden seefahrenden Nationen Europas und später auch die Vereinigten Staaten von Amerika hatten schon früh die militärische Schwäche der Völker der Region erkannt und begannen alsbald, Insel um Insel zu annektieren und ihren Kolonialreichen einzuverleiben. Am Ende blieb nur Tonga als einzige polynesische Nation, welche nie das Schicksal einer Kolonie erleiden musste.
Es wurden aber auch weitere Expeditionen in diesen Regionen durchgeführt, die sowohl Seewege als auch Land entdecken und die Lebensart der Bewohner studieren sollten. Auf diesen Schiffen befanden sich Wissenschaftler, die mit großem Ernst und großer Neugier sowohl die Gebräuche als auch die Sprache der Polynesier studierten. Der deutsche Dichter Adelbert von Chamisso (1781–1838) war einer der ersten, die in deutscher Sprache Teile von Polynesien (u.a. Hawaiʻi) und die dort lebenden Völker beschreiben. Er war Teilnehmer der russischen Rurik-Expedition unter Kapitän Otto von Kotzebue, welche eine nicht unerhebliche Zeitspanne im Bereich Polynesiens verbrachte und mehrere hundert Inseln besuchte und kartographierte. Forschern wie Cook oder Chamisso verdanken wir einen Großteil der Kenntnisse über das ursprüngliche Leben einer Kultur, deren Wurzeln heutzutage weitgehend verloren sind.
Kultur [Bearbeiten]
Obgleich viele der Inseln Polynesiens durch tausende Kilometer offenes Meer voneinander getrennt sind und der gegenseitige Kontakt zwischen den Bewohnern entfernter Inselgruppen oft über Jahrhunderte unterbrochen war, verbindet die Inselwelt doch eine in ihren wesentlichen Zügen gemeinsame Kultur. Dies beginnt bei den Sprachen, welche erhebliche Gemeinsamkeiten aufweisen, führt über die gleichartigen religiösen Vorstellungen und die Ähnlichkeit der gesellschaftlichen Strukturen hin zu nahe verwandten Methoden in Landwirtschaft, Handwerk, Hausbau und Schifffahrt, die sich überall in der Inselwelt nachweisen lassen. Allerdings haben sich innerhalb dieses Kulturkreises dank der räumlichen Trennung viele den jeweiligen Inselgruppen eigene kulturelle Verzweigungen ausgebildet.
Holzschnitzerei an einem Haus. Māori, Stamm Ngāti Awa - Neuseeland, ca. 1840
Diese unterteilen sich in zwei wesentliche Strömungen: Den west-polynesischen Kulturraum mit Tonga, Niue, Samoa und den polynesischen Exklaven sowie den ost-polynesischen Kulturraum, welcher sich über die Cookinseln, Tahiti, die Tuamotus, Marquesas, Hawaiʻi bis zur Osterinsel erstreckt. Die Kulturen West-Polynesiens waren besonders an höhere Bevölkerungszahlen angepasst. Sie besaßen ein hochentwickeltes Rechtssystem und pflegten eine fortgeschrittene Handelstradition. Die gesellschaftlichen Strukturen waren starr und wurden durch ein rigides Heiratsrecht zementiert. Die ost-polynesischen Kulturen hingegen hatten sich vor allem an die schwierigen Bedingungen auf kleineren Inseln und Inselgruppen eingestellt. Obgleich von Natur aus konservativ, besaßen sie eine hohe Flexibilität, wenn es darum ging, die Opfer eventueller Naturkatastrophen auszugleichen. Die sozialen Institutionen und Hierarchien waren im Prinzip durchlässiger, allerdings wurde ihr grundsätzlicher Erhalt mit großer Härte durchgesetzt.
Eine Sonderrolle spielt in diesem Zusammenhang die Kultur der Māori in Neuseeland. Diese entstammt dem ost-polynesischen Kulturkreis, denn die Inseln wurden von Ost-Polynesiern besiedelt. Konfrontiert mit den Erfordernissen und Eigenarten des Lebens auf großen Inseln ist die Māori-Kultur seither aber in vielen Bereichen eigene Wege gegangen.
Die polynesischen Gesellschaften trugen einen ausgesprochen kriegerischen Charakter, und häufige Kriegszüge zwischen rivalisierenden Stämmen waren üblich. Diese Kriege wurden nicht selten mit ausgesprochener Grausamkeit geführt, und in vielen Stammesgruppen gehörten Menschenopfer sowie Kannibalismus zum Alltag derartiger Auseinandersetzungen.
Allen polynesischen Kulturen ist gemeinsam, dass sie niemals eine Schriftsprache entwickelt haben. Alles Wissen und die Geschichte jeder Insel wurden in mündlicher Tradition mittels oftmals tausende Zeilen langer Gesänge und Texte überliefert. Eine Ausnahme bildet die Rongorongo-Schrift der Osterinsel, deren genauer Ursprung noch ungeklärt ist. Ebenso wenig kannten die Polynesier die Bearbeitung und Verwendung von Metallen. Die Bezeichnung dieser Kulturen als „steinzeitlich“ ist allerdings nicht korrekt, da diese Klassifizierung „weitgehend auf Europa und Teile Westasiens und Nordafrikas beschränkt“[4] ist. Die ersten Europäer, die mit Polynesiern in Kontakt kamen, bezeichneten sich selbst als „Entdecker“ und kamen zu der irrtümlichen Einschätzung, sie hätten es hier mit einer primitiven Kulturform zu tun. Erst spät wurde erkannt, dass die polynesische Kultur hochentwickelt und in der Anpassung an ihr schwieriges maritimes Umfeld ausgesprochen leistungsfähig war.
Religion [Bearbeiten]
In den polynesischen Sprachen existiert kein eigenständiges Wort für Religion, denn in der Weltsicht der Polynesier gab es den Unterschied zwischen einer diesseitigen und einer jenseitigen Welt nicht. Die religiöse Weltsicht der Polynesier war vielmehr durch Animismus, Totemismus, durch magische Vorstellungen und den Ahnenkult geprägt. Götter oder Geister waren lebendiger Bestandteil ihres täglichen Lebens und die menschlichen Ahnen galten als reale und überaus wichtige Instanz, die bei jeder bedeutenden Entscheidung um ihr Einverständnis befragt wurden. Magische Beziehungen zwischen Menschen, Tieren, Pflanzen und Dingen durchwoben die Welt der Polynesier und verbanden sie untrennbar mit der Welt ihrer Götter und Ahnen. Dieses Religionsverständnis hatte bedeutende Auswirkungen in allen Bereichen der polynesischen Gesellschaft. Ob die soziale Rangordnung oder die tägliche Lebensgestaltung des Individuums, jedes Detail der polynesischen Kultur unterlag den Folgerungen aus dieser Weltsicht: Jedes Handwerk, jede Kunst, jeder Fischzug, und jede bewaffnete Auseinandersetzung war direkt an diese gleichermaßen weltliche wie spirituelle Sicht der Realität gekoppelt. Ein Verständnis der polynesischen Kultur wie Gesellschaft ohne grundsätzliche Einbeziehung dieser transzendenten Grundhaltung ist daher nicht möglich. Eine Beschreibung der traditionellen polynesischen Welt muss dieser Tatsache Rechnung tragen, wenn sie eine Näherung an das Wesen dieser alten Kultur zum Ziel hat.
Der polynesische Götterhimmel [Bearbeiten]
Moais am Ahu Akivi, Osterinsel
Obwohl auf oben beschriebene Weise die grundsätzlichen religiösen Vorstellungen in allen polynesischen Gesellschaften sehr ähnlich sind und auf denselben prinzipiellen Grundvorstellungen beruhen, haben sich in den verschiedenen Regionen doch unterschiedliche Formen und Glaubensinhalte ausgebildet. Die Götter der Māori sind daher nicht gleichzusetzen mit denen der Völker auf Tahiti oder auf Hawaiʻi. Dies beruht auf der Tatsache, dass die polynesische Götterwelt sehr stark an die jeweilige Region und Genealogie der dort heimischen Völker gebunden ist. Zwar gibt es eine allen polynesischen Völkern gemeinsame Wurzel dieser Götterwelt, doch diese ist sodann in ihrer Weiterentwicklung von eben diesen regionalen Gegebenheiten abhängig:
Gemeinsam haben sie alle die Idee eines Schöpfungsmythos, welcher die Entstehung der Welt zum Inhalt hat. Im Rahmen dieses Mythos erscheinen erste Göttergestalten. Aus diesen entwickeln sich sodann verschiedene Genealogien, welche zum einen die Entwicklung der Geschlechter der Götterwelt zum Inhalt haben, aber schon bald auch die Geschichte menschlicher Geschlechter in diesen Rahmen einbeziehen. Wie gesagt: Die jenseitige und diesseitige Welt war in den Augen der Polynesier untrennbar ineinander verwoben. So konnte es also durchaus passieren, dass im Rahmen derartiger Genealogien die Urahnen eines menschlichen Geschlechtes in naher Verwandtschaft zum Gott oder der Göttin stehen, welche den am Ort befindlichen Vulkan zur Heimstatt erkoren hat. In vielen Fällen wurden Könige oder Menschen aus adeligen Familien deshalb bereits zu ihren Lebzeiten in den Stand von Göttern gehoben.
Diese Mythen und Genealogien werden seit tausenden von Jahren in Gesängen und Texten der verschiedenen polynesischen Völker überliefert, oft in Form sehr lebendiger und drastischer Darstellung. Der Götterhimmel Polynesiens ist also überaus vielgestaltig und dank seiner regionalen Ausformungen kaum überschaubar. Die ihm entsprungenen Mythen werden – sofern sie im Zuge von Christianisierung und Kolonisation nicht unwiderruflich verloren gegangen sind – die Forschung deshalb noch lange Jahre beschäftigen.
Mana [Bearbeiten]
1-Dollar-Kursmünze von den Cookinseln mit religiösem Motiv: Fruchtbarkeitsgott
→ Hauptartikel: Mana (Ethnologie)
Ein weiteres zentrales Element polynesischer religiöser Glaubensvorstellungen findet sich unter dem Begriff des „Mana“: In seiner grundlegenden Bedeutung meint Mana zuerst einmal nichts anderes als „Macht“. Allerdings ist in der polynesischen Weltsicht dieser Begriff ungleich weiter gespannt, als in unserem Kulturkreis üblich, da – wie oben bereits angedeutet – die Polynesier eine Trennung zwischen jenseitiger und diesseitiger Welt nicht in einer Form vornahmen, wie sie uns geläufig ist. Mana besitzt in der polynesischen Kultur deshalb eine starke spirituelle Komponente, wird daher auch und in wesentlichem Maße als spirituelle Macht verstanden. Es bezeichnet eine spirituelle Kraft, die gleichermaßen die jenseitige Welt der Götter und Ahnen durchdringt, als auch die diesseitige Welt des täglichen Lebens. In den Augen der Polynesier ist daher alles von dieser Kraft durchdrungen: Jeder Stein, jede Pflanze, jedes Tier und eben jeder Mensch besitzt folglich das ihm gemäße Mana. Dies gilt indes nicht nur für einzelne Entitäten sondern auch für übergeordnete Zusammenhänge. Ein Waldstück hat ebenso sein spezifisches Mana, wie ein Saumriff, ein Berg oder eine ganze Insel. Diese Beziehung reicht tief ins Jenseitige, verbindet jeden einzelnen Stein, Mensch oder Bach mit der der Welt der Ahnen und Götter und über diese hinaus mit der gesamten diesseitigen wie jenseitigen Schöpfung.
Die Annahme des Vorhandenseins einer derartigen Kraft hatte für die alten Polynesier ganz konkrete Auswirkungen auf ihr alltägliches Leben. Zum einen waren sie der Überzeugung, dass der Fluss des Manas umso stärker war, je näher dieser dem jenseitigen, „göttlichen“ Bereich stand. Folglich gingen sie davon aus, dass ein Mensch, dessen Genealogie sich in direkter Linie auf einen oder mehrere Götter oder bedeutende Ahnen zurückführen ließ, auch Träger eines besonders starken Manas sein musste. Hierauf führten viele polynesische Adelsgeschlechter ihren Anspruch auf eine Sonderstellung in der polynesischen Gesellschaft zurück. Doch es ging auch umgekehrt: Ein Mensch, der sich durch besondere Taten auszeichnete, bewies dadurch gleichermaßen seine spirituelle Kraft und damit seine Nähe zu den Ahnen und Göttern. Waren diese Taten groß genug, dann wurde er eventuell gar Begründer einer eigenen Genealogie, welche nun ebenfalls ihren Niederschlag in den Gesängen und Texten fand, durch welche die Polynesier ihr kulturelles Erbe transferierten. So geschah es häufig, dass die Entdecker wie auch die ersten Siedler einer bis dahin unbekannten Insel Bezugspunkt einer derartigen neugeschaffenen Genealogie wurden und auf diese Weise neuen Adelsgeschlechtern zur Geburt verhalfen. Ihre Abenteuer bei Entdeckung wie Besiedlung und ihre Nähe zu den besonderen Göttern eben dieser neuentdeckten Insel wurden daraufhin Inhalt der ursprünglichen Mythen dieser Inselgesellschaft.
In dieser Denkweise liegt die Wurzel für die besondere Reichhaltigkeit der polynesischen Mythologie. Die grundsätzliche Vorstellung über das Wesen der Welt bleibt innerhalb dieses Rahmens im gesamten polynesischen Kulturraum zwar die gleiche. Allerdings konnte die spezielle Mythologie einer Inselgesellschaft durchaus zu deutlichen Unterschieden in den religiösen und gesellschaftlichen Praktiken führen. Diese nahmen auf Grund der örtlichen Besonderheiten auf den verschiedenen Inselgruppen daher oftmals unterschiedliche Formen an und da sich im Rahmen des polynesischen Denkens Religion und tägliches Leben nicht einfach trennen ließen, führte dies auch zu ausgeprägten Verschiedenheiten in den sozialen Strukturen. Ein gewichtiges Mittel um diese auszuformen war in der polynesischen Gesellschaft hierbei die unterschiedliche Behandlung von so genannten „Tabus“:
Tabu [Bearbeiten]
Steinfigur aus Hawaiʻi
Mit dem Begriff tapu (geheiligt; hawaiisch: kapu) wurde in der traditionellen polynesischen Gesellschaft das unbedingte Verbot bezeichnet, bestimmte Orte zu betreten, Gegenstände, Tiere und Personen zu berühren oder anzusprechen, die als Sitz oder Träger einer besonderen Art von Mana gekennzeichnet waren. Auch das Aussprechen bestimmter Worte oder Begriffe konnte auf solche Weise mit einem Verbot belegt sein. Der auch in der europäisch- westlichen Gesellschaft heutzutage übliche Begriff des Tabus geht auf diese polynesische Wurzel zurück. In erster Linie dienten diese Tabus der Verfestigung gesellschaftlich-religiöser Strukturen. Bestimmte Orte durften beispielsweise zu festgelegten Zeiten nur von dafür ausersehenen Menschen betreten werden, die in der Regel den höheren Ständen angehörten. Andere Orte dienten der Ausübung von Reinigungs- und Opferritualen. Den Männern, die sich derartigen Riten unterzogen, war während dieser Zeit unter Umständen per Tabu verboten, einer Frau nahe zu kommen oder diese gar zu berühren. Es gab eine Vielzahl derartiger Regeln und deren Nichteinhaltung konnte schwere Strafen nach sich ziehen. Der Vollzug der Todesstrafe wegen Tabubruchs war keine Seltenheit.
Manche der verhängten Tabus können aus westlicher Sicht auch funktional interpretiert werden: So wurden häufig bestimmte Pflanzgebiete oder auch Fischgründe für bestimmte Zeiten mit einem Tabu belegt, was diesen eine ausreichende Zeit der Regeneration gewährte. Andere hatten die Kontrolle der Bevölkerungszahl zum Inhalt oder den Verzehr und Verbrauch von Ressourcen und Lebensmitteln. Hier allerdings finden sich auch viele Tabus, die aus moderner Sicht weniger hinnehmbar erscheinen: So war in vielen polynesischen Gesellschaften den Frauen der Verzehr von Fleisch und bestimmten wertvollen Früchten per Tabu grundsätzlich verboten. Auch gab es Tabus, die den in der gesellschaftlichen Rangordnung tieferstehenden Mitgliedern der Gemeinschaft etwa verboten, über den Schatten eines Oberen zu steigen oder diesem auf gleicher Augenhöhe zu begegnen. So findet sich hier eine Gemengelage an Regeln, die in den verschiedenen polynesischen Gesellschaften zum Aufbau von teilweise grundlegend unterschiedlichen sozialen und wirtschaftlichen Strukturen führte. Allen gemeinsam war allerdings die bedingungslose Herleitung aus überwiegend metaphysisch begründeten Ursachen.
Siehe auch: Tabu
Magie und Religionsausübung [Bearbeiten]
Die gemischt weltlich-spirituelle Betrachtungsweise der Realität durch die Polynesier hatte einen grundlegend pragmatischen Aspekt: Sie waren überzeugt, auf diese Realität in allen ihren Ebenen konkreten Einfluss nehmen zu können. Obzwar sie sich zu einem wesentlichen Teil als Opfer und Spielball jenseitiger Mächte verstanden, gingen sie mit tiefer Überzeugung davon aus, in jenem Bereich selbst handelnder Faktor sein zu können. Magischen Einfluss auf den Verlauf des Schicksals zu nehmen galt ihnen daher als eine selbstverständliche Grundbedingung menschlichen Handelns. Dies galt für den einfachen Mann ebenso, wie für die hierauf spezialisierte Kaste der Priester. Ob bei Aussaat, dem Bau einer Hütte oder dem Fischfang, immer war es ein Anliegen aller Beteiligten, den Segen von Göttern und Ahnen auf das jeweilige Vorhaben zu ziehen und den Fluss des Mana in sein Gelingen zu lenken.
Die Ausübung der alten polynesischen Religion war deshalb grundlegender Bestandteil des ganz normalen Alltages jedes Mitgliedes dieses Kulturkreises. Das stete Wirken von Göttern und Ahnen bei der Gestaltung der täglichen Realität wurde als gegeben vorausgesetzt. Mana galt als eine beeinflussbare und formbare Kraft, mit deren Hilfe das Gelingen allen Handelns unterstützt wurde. Dem einfachen Mann war hierbei eine gewisse Freiheit in der Gestaltung seines persönlichen Glaubens erlaubt. Es stand ihm weitgehend frei, sich den oder die Götter, denen er huldigen wollte selbst auszusuchen. Adelige und Mitglieder angesehener Familie besaßen diese Möglichkeit in geringerem Maße, da sie sich an den Vorgaben ihrer Abstammung orientieren mussten, die innerhalb der Familien mittels oftmals mehrere tausend Zeilen umfassenden Genealogien überliefert wurden. Die hier von den Vorfahren geschaffenen Verbindungen zu bestimmten Göttern und Ereignissen in der jenseitigen Welt waren für sie bindend, wenn sie sich den Segen der Ahnen erhalten und Träger des daraus resultierenden starken Manas bleiben wollten.
Die soziale Ordnung der polynesischen Gesellschaft [Bearbeiten]
Der Aufbau der polynesischen Gesellschaft steht naturgemäß in einem engen Zusammenhang mit den oben geschilderten Glaubensvorstellungen. Grundsätzlich gilt, dass polynesische Gesellschaften einer strengen hierarchischen Ordnung unterlagen, deren Einhaltung mit großer Härte durchgesetzt wurde. Diese Hierarchie folgte besagten Genealogien und stellte die Familien an die Spitze der Gemeinschaft, deren Ahnenreihen am tiefsten in der Mythologie des jeweiligen Volksstammes verwurzelt waren.
Der Adel [Bearbeiten]
Grab von König Pomare II., Urville-Expedition 1842
An der Spitze jeder gesellschaftlichen Formation standen die Familien der Adeligen. Sie stellten die Häuptlinge, Stammesführer und Könige. Ihren Anspruch bezogen sie aus ihrer Stellung in der Genealogie der Stammesgemeinschaft. Üblicherweise führten diese Ahnenreihen auf die Führer und Besatzungen derjenigen Kanus zurück, welche die jeweilige Insel oder Inselgruppe als erste erreicht und besiedelt hatten. Grad und Bedeutung der Mitglieder einer Familie in all ihren Verzweigungen richtete sich danach, bis in welche Nähe zu den bedeutenderen Vertretern dieser Ahnenreihe sie ihre Abstammung zurückführen konnten. Eine genaue Kenntnis dieser Abstammungslinien zu besitzen war (und ist bis heute) für einen Polynesier daher von größter Bedeutung. Im Normalfall wurde die Vererbungslinie über die erstgeborenen Söhne weitergegeben, doch konnte es auch geschehen, dass sie der mütterlichen Linie folgte, wenn dies in der sozialen und rituellen Einstufung von Vorteil war. Auch war es häufige Praxis, vielversprechende junge Leute im Rahmen von Adoptionen näher an die ursprüngliche Erblinie heranzuführen. Wie bereits beschrieben konnte ein Mann seinen sozialen Status auch dadurch erhöhen, dass er große Taten vollbrachte, sei es als Krieger, Seemann oder in einem anderen Bereich. Auf diese Weise erhielt ein seinem Wesen nach ausgesprochen starres, an Tradition und Ahnenkult gebundenes soziales Ordnungssystem die nötige Flexibilität, um sich an die widrigen Lebensumstände eines schwierigen und gefährlichen ozeanischen Umfelds anzupassen, welches den Bestand eines Stammes nur allzu oft in der Folge von Stürmen, Hungersnöten und kriegerischen Auseinandersetzungen bedrohte.
Art und Grad der Herrscherbefugnisse variieren in den einzelnen polynesischen Gesellschaften, doch grundsätzlich war es der Adel, welcher die letzten Entscheidungen über Krieg und Frieden traf und die Arbeit an allen gemeinschaftlichen Aufgaben organisierte. Allen gemeinsam ist überdies, dass es keinen Besitz einzelner Personen oder Familien an Grund und Boden gab. Dennoch war es die Aufgabe und das Privileg des Adels, über die Nutzung des Landes, den Anbau von Nahrungsmitteln und die Verwendung der sonstigen Ressourcen und Fähigkeiten der Gesellschaft zu entscheiden. Der Stammesführer reklamierte bei den ihm untergeordneten Mitgliedern einen Anteil der geernteten Lebensmittel, des Fischfangs, der Ergebnisse handwerklicher Künste oder priesterlicher Dienste um diese dann gemäß seiner Vorstellungen auf andere Glieder der Gesellschaft weiterzuverteilen. Einen Teil hiervon gab er an den ihm übergeordneten Führer oder König weiter, den Rest verteilte er an seine Untertanen, um sie für allgemeinnützige Arbeiten zu entlohnen oder einfach einen gerechten Ausgleich in der Versorgung aller Mitglieder seines Clans oder Stammes zu erreichen. Dies alles geschah im Rahmen seiner religiös-rituellen Bedeutung als Träger starken Manas und Mittler zu den Göttern und jenseitigen Mächten. Grundlegende Entscheidungen über den Anbau bestimmter Lebensmittel oder den Bau von Häusern, Tempeln oder Kanus entstanden so auf der Basis gleichermaßen weltlicher wie religiöser Grundsätze und Notwendigkeiten. So war die Rolle des polynesische Adels zwiegespalten: Zum einen bestimmten sie zu einem hohen Anteil den Verlauf polynesischen Tauschhandels und des gesellschaftlichen Lebens, zum anderen setzten sie diesen in einen strikten Bezug zu religiösen Erfordernissen.
Die Experten [Bearbeiten]
Zeichnung eines Māori mit Gesichtstätowierung
Traditionelle Tätowierung bei einer Samoanerin
Eine wichtige Rolle in allen polynesischen Gesellschaften spielten die Experten. (Auf Hawaiʻi „kāhuna“ (Singular: "kahuna") genannt, bei den Māori „Tohunga“) Sie standen den Adeligen als Berater zur Seite und bildeten die Elite der polynesischen Kultur in allen Fragen religiöser, medizinischer, technologischer und künstlerischer Natur: Ob Priester, Navigator, Holzschnitzer, Bootsbauer, Heiler oder Hausbauer, für alle Bereiche polynesischen Wissens gab es Spezialisten, die in der Kunst ihres jeweiligen Fachgebietes wohl unterrichtet waren. Ein allgemeines Schulsystem zur Ausbildung dieser Experten kannten die Polynesier allerdings nicht. Das Wissen ihrer jeweiligen Profession wurde ähnlich wie bei den Adeligen im Rahmen familiärer Traditionen in mündlicher Überlieferung weitergegeben. Auch hier spielten Genealogien eine wesentliche Rolle, doch wurde in Kreisen der Experten viel häufiger von den Möglichkeiten der Adoption Gebrauch gemacht, um jungen Talenten eine Möglichkeit zur Entfaltung zu geben. Die verschiedenen gesellschaftlichen Schichten und Berufe in der polynesischen Gesellschaft wurden in der Regel durch die Art ihrer ebenfalls von Experten durchgeführten Tätowierungen kenntlich gemacht. Obwohl eine „steinzeitliche Kultur“ war die Gesellschaft Polynesiens hoch spezialisiert und in vielerlei Fertigkeiten äußerst leistungsfähig. Die auf vielen Inseln vorhandenen natürlichen Ressourcen waren oftmals sehr beschränkt, doch die polynesischen Experten wussten das Vorhandene optimal zu nutzen. Alle diese Bereiche waren allerdings immer und bedingungslos in den religiösen Kontext einbezogen. Ein Handwerk oder eine Kunst ohne religiösen und magischen Hintergrund war den Polynesiern undenkbar. Aus diesem Grunde spielten die Priester in den Reihen der Experten eine Sonderrolle: Keine Handlung, ob es nun die Aussaat auf einem Taro-Feld, der Bau eines Hauses an einem bestimmten Platz, oder eine Seefahrt war, wurde ohne Befragung und den Segen eines Priesters durchgeführt. Jede medizinische Behandlung war gleichermaßen eine magische, wie eine weltliche Operation. Die Rolle der Priester beschränkte sich hier nicht nur auf die Leitung ritueller Zeremonien, sondern bestand zu großen Teilen darin, das jeweilige Unterfangen mit magischen Mitteln zu unterstützen. Das gesellschaftliche Gewicht der Priester spiegelte sich im wesentlichen darin, welche Bedeutung der ihnen zugeordnete Tempel oder Zeremonienplatz in den Augen der Polynesier besaß. Es gab auch unterschiedliche Spezialisierungen innerhalb der Priesterkaste. Während die einen sich eher um das Heilwesen sorgten gab es andere, die sich um kriegerische Angelegenheiten und zwischenmenschliche Konflikte kümmerten. Noch im beginnenden 20. Jahrhundert fand man auf Hawaiʻi Priester, die darauf spezialisiert waren, böse Flüche auf ihre Mitmenschen herabzubeschwören.
Das gewöhnliche Volk [Bearbeiten]
An unterster Stelle in der gesellschaftlichen Hierarchie Polynesiens stand das gewöhnliche Stammesmitglied. Seine Rechte und Pflichten waren in den verschiedenen polynesischen Kulturen unterschiedlich ausgeprägt. Während das Volk in einigen Inselgruppen von Natur aus unveräusserliche Rechte reklamieren durfte, galt sein Wille beispielsweise in der hawaiischen Gesellschaft nur sehr wenig. Dort war der Befehl des Adels ehernes Gesetz und Zuwiderhandlungen wurden streng bestraft. Das normale Volk verrichtete, oft unter Leitung der Experten, die einfachen Arbeiten, bestellte die Felder, errichtet Häuser und Tempel oder bildete die Besatzung der Kanus für den Fischfang. Dennoch war es ein stolzes Volk, denn alle Männer aus dieser Schicht waren zugleich die Krieger des Stammes. In einigen polynesischen Gesellschaften gab es unterhalb der Ebene der einfachen Stammesmitglieder noch eine weitere Gruppierung, deren Rechte die von Sklaven nicht wesentlich überschritt. Gewöhnlich waren dies die Nachkommen ehemals eroberter und unterjochter Stämme, deren Genealogie in der Folge dieser Niederlage jeglichen Wert verloren hatte.
Die Rolle der Frauen [Bearbeiten]
Paul Gauguin: Die Frauen am Strand, Tahiti 1891
Die polynesische Gesellschaft war eindeutig von Männern dominiert und trug streng patriarchalische Züge. Frauen wurde nur eine untergeordnete Rolle zugestanden. In vielen polynesischen Stämmen war es ihnen sogar untersagt, bestimmte Lebensmittel zu essen, deren Verzehr alleine den Männern zustand. Ebenso war es ihnen häufig verboten, mit einem entsprechenden Tabu belegte heilige Plätze aufzusuchen, bei den Mahlzeiten der Männer anwesend zu sein oder an Bord von Booten zu gehen. Übertretungen derartiger Tabus wurden bei Frauen in der Regel gnadenlos mit dem Tode bestraft, während es Männern in solchen Fällen oftmals erlaubt war, sich mittels besonderer Rituale von der begangenen Schuld reinzuwaschen. Innerhalb des ihnen zugewiesenen Rahmens waren Frauen in der polynesischen Gesellschaft allerdings hoch geachtet und verrichteten in vielen Bereichen hervorragende Arbeit: Sie beherrschten eine Reihe handwerklicher Künste, wie beispielsweise die Herstellung, Färbung und Verzierung von Kleidungsstücken oder von Flechtarbeiten, Schmuckstücken sowie Haushaltsgegenständen. Darüber hinaus hatten sie vielfältige Aufgaben im Haushalt, bei der Bestellung der Felder und beim Sammeln von Nahrungsmitteln in den Riffen zu erfüllen. Üblicherweise lebten sie im Stande der Ehe, wobei es den Männern je nach gesellschaftlicher Stellung erlaubt war, auch mehrere Frauen zu heiraten. Noch vor der Eheschließung war es in der polynesischen Gesellschaft üblich, dass sowohl junge Männer wie Frauen vielfältige sexuelle Beziehungen mit wechselnden Partnern eingingen. Auch uneheliche Kinder waren in der Regel wohlgelitten. Eine Frau oder ein Mann ohne derartige Erfahrungen galt als unattraktiv und musste sich Sorgen um seine persönliche Zukunft machen.
Siedlungsarten [Bearbeiten]
Die Art und Weise der Besiedlung verschiedener Inseln und Inselgruppen durch polynesische Stammesgemeinschaften ist zum einen den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und Notwendigkeiten angepasst, zum anderen Folge der kulturellen Tradition des spezifischen Stammes. Auf kleinen Atollen beispielsweise findet man vielfach die Form des Dorfes, welches sich auf einer der Inseln befindet, während die restlichen Inseln als landwirtschaftlicher Nutzgarten unbewohnt gelassen und nur zum Zwecke der Nahrungssuche und des Anbaus von Nutzpflanzen besucht werden. In einem solchen Dorf finden sich alle Häuser an einem oder mehreren zentralen Wegen so dicht aneinander geschmiegt, dass sich ihre Dächer gegenseitig berühren. Diese Dörfer boten ihren Bewohnern eine den Umständen entsprechende größtmögliche Sicherheit und Geborgenheit.
Dorf auf dem Takuu-Atoll, vermutlich 2005/2006
Ebenso gab es aber auch Atolle, die von kleinen aus vier bis fünf Häusern bestehenden Weilern überzogen waren. Hier lebten und bewirtschafteten einzelne Familien jeweils ein kleines Inselchen und siedelten gleich an Ort und Stelle. Doch auch auf derart besiedelten Atollen gab es in der Regel ein oder zwei größere Dörfer, in welchen sich Tempel, Zeremonienplatz und die großen Bootshütten konzentrierten. In der Regel handelte es sich hier um Inselgruppen, die auf Grund ihrer Lage nicht so ohne weiteres gegnerischen Angriffen ausgesetzt waren. Diese Form der Besiedlung mittels kleiner Weiler findet sich auch häufig auf kleineren Inseln vulkanischen Ursprungs, deren enge Schluchten und Täler zumindest im Inland den Bau größerer Dörfer nicht erlaubte.
Auf großen Inseln hingegen finden sich – besonders wenn diese von miteinander rivalisierenden Stammeskönigreichen besiedelt waren – oftmals große mit Wehranlagen ausgestattete Dorfgemeinschaften. Die größten und wehrhaftesten Dorfanlagen dieser Art wurden auf Neuseeland von den dort lebenden Māori unterhalten. Diese errichteten vielerorts auf den Kuppen von Hügeln üppig mit Palisadenwällen geschützte Dörfer in deren Zentrum sich ein mächtiges Fort befand, welches im Falle eines Angriffs den Bewohnern des Dorfes einen zusätzlichen Schutzraum bot.
Nahrung [Bearbeiten]
Im Zuge der Besiedlung der einzelnen Inselgruppen durch die Polynesier führten diese verschiedene Nutzpflanzen in die neu gewonnen Territorien ein. Auf diese Weise gelangten beispielsweise Pflanzen wie Taro, Brotfrucht, Süßkartoffel, Banane oder Zucker erstmals nach Hawaiʻi. Insgesamt konnten bislang 72 Pflanzenarten nachgewiesen werden, die vom Menschen in das polynesische Siedlungsgebiet eingeführt wurden. 41 bis 45 davon gelangten bis in die Cookinseln, die Gesellschaftsinseln und Hiva. Immerhin 29 davon findet man auch auf Hawaiʻi. Die Einfuhr dieser Wirtschaftspflanzen war im Besonderen auf kleinen Inseln und Atollen von lebenswichtiger Bedeutung für die Siedler, denn diese boten den Ankömmlingen in der Regel keine ausreichende Nahrungsgrundlage.
Zwar wurden von den Polynesiern Nutztiere gehalten – hier im besonderen Hühner, in manchen Gegenden West-Polynesiens auch Schweine – doch war dies nur in sehr eingeschränktem Maße möglich, da diese mit dem Menschen um die Nahrungsgrundlagen konkurrierten und deshalb auf Inseln mit beschränkten Ressourcen kaum gehalten werden konnten. In der Zeit der Lapita-Kultur ist die pazifische Ratte auf vielen Inseln Polynesiens heimisch geworden, wie teilweise große Mengen an Rattenknochen in alten Abfallgruben zeigen. Dies mag mit Absicht geschehen sein, etwa als zusätzliche Nahrungsquelle für Mensch oder Tier. Eine Folge war, dass durch die Ratten viele kleinere Tierarten verschwanden. Im Laufe der Geschichte fielen auch den polynesischen Siedlern unzählige Tierarten zum Opfer, darunter vor allem flugunfähige Vögel, aber auch verschiedene Großreptilien wie etwa das neukaledonische Landkrokodil Mekosuchus inexpectatus. Grundlage für die Gewinnung tierischen Proteins war dennoch das Meer. Die Polynesier waren Meister des Fischfangs und kannten jede Möglichkeit, dem Ozean seine Schätze zu entreißen. Sie waren ausgezeichnete Taucher die in den Lagunen nach Muscheln suchten, wussten um die Verstecke von Langusten in den Riffen ebenso wie um hunderte von Kilometern entfernte Fischgründe. Der Ozean war und blieb in aller Regel die Basis ihrer Existenz.
Seefahrt [Bearbeiten]
Obwohl sie weder Kompass noch Sextant besaßen waren die Polynesier ausgezeichnete Seefahrer, welche selbst größte Entfernungen im pazifischen Ozean zielsicher zurücklegen konnten. Diese Fähigkeit war von höchster Bedeutung in einer Kultur, welche diese weit verzweigte Inselwelt zu besiedeln wusste. Entsprechend hoch angesehen waren in der polynesischen Gesellschaft die Bootsbauer und die Navigatoren. Von ihren Fähigkeiten hing das Überleben der Gemeinschaft ab. Jede Insel besaß große Bootshäuser, in denen die Kanus gefertigt und untergebracht wurden. Von den Heldentaten der Navigatoren wurde in Liedern und Tänzen gesungen.
Bootsbau [Bearbeiten]
Je nach Einsatzzweck benutzten die Polynesier Auslegerkanus beziehungsweise Doppelrumpfkanus unterschiedlicher Größe und Bauart. Für den küstennahen Verkehr und Fischfang beschränkten sie sich in der Regel auf die kleineren Auslegerkanus. Für Fernfahrten und den Transport von Kriegern griffen sie auf die wesentlich größeren hochseetauglichen Doppelrumpfboote zurück, den Vorläufern unserer heutigen Katamarane. Die grundlegende Bauart dieser Boote findet sich im gesamten polynesischen Siedlungsraum wie auch in weiten Teilen Mikronesiens und Melanesiens. Regionale Unterschiede zeigen sich im wesentlichen in Design und Ausschmückung von einzelnen Komponenten wie z.B. der Bug- und Heckpartie der Kanus.
Nachbau eines polynesischen Doppelrumpfbootes
Die Rümpfe der Kanus besaßen einen Bug und ein Heck von gleicher Gestalt. Ohne wenden zu müssen konnten sie sich so in beiden Richtungen bewegen,. Beim Landen und Ablegen an flachen Sandstränden war dies von großem Vorteil. Sowohl Auslegerkanus als auch die Doppelrumpfboote besaßen zwischen Rumpf und Ausleger bzw. den beiden Rümpfen eine Plattform, auf welcher sich die Besatzung aufhielt. Beide konnten sowohl mittels Paddeln angetrieben als auch mit Segeln versehen werden. Befestigungen für die Masten befanden sich auf der Plattform zwischen den Rümpfen bzw. zwischen Rumpf und Ausleger. Im Falle des Kreuzens durch den Wind konnte die Mannschaft das Segel samt dem Mast nehmen und an das andere Ende des Schiffes stecken. Auf diese Weise wurde erreicht, dass sich Mannschaft und Ausleger immer auf der Windseite des Bootes befanden.
Besonders die Doppelrumpfboote sind auch nach heutigen Maßstäben als hochseetauglich einzuschätzen. Verglichen mit modernen Katamaranen waren sie allerdings recht schmal gebaut. Dies ist durch die physikalischen Grenzen der verwendeten Baumaterialien bedingt: Auf Booten mit zwei Rümpfen wirken hohe Scherkräfte. Die mit Kokosfaser fixierten Hölzer der Plattformen, welche die beiden Bootskörper miteinander verbinden, mussten deshalb sehr kompakt ausgelegt werden. Die Segeleigenschaften der Kanus waren gut, aber nicht unkritisch. Das polynesische Segel, welches einem mit der Spitze nach unten zeigenden Dreieck gleicht, erlaubt ein Kreuzen gegen den Wind. Allerdings liegt bei diesem Segelschnitt der Druckpunkt des Windes relativ hoch, was die Seitenstabilität der Boote beeinträchtigt. Ungewöhnlich war auch die Art der Steuerung der Doppelrumpfboote: Man benutzte keine Ruderpinne, sondern lenkte mit Hilfe von Paddeln an beiden Seiten der Rümpfe, indem man durch das Eintauchen eines Paddels die Geschwindigkeit des jeweiligen Rumpfes verlangsamte und so eine Richtungsänderung erzwang.
Große Doppelrumpfboote erreichten eine Länge von zwanzig bis dreißig Metern. Sie konnten bis zu zweihundert Personen tragen (Kriegskanus). Im Falle einer Fernreise zum Zwecke der Besiedlung einer neuentdeckten Insel waren sie mit zwanzig bis fünfundzwanzig Siedlern besetzt, welche Reisevorräte, Werkzeuge, Saatgut, Pflanzen und Nutztiere mit sich führten. Derartige Reisen wurden in der Regel in größeren Gruppen durchgeführt. Entdeckt wurden fremde Inseln üblicherweise von Fischern, die sich auf der Suche nach neuen Fischgründen beziehungsweise bei der Verfolgung von Fischschwärmen weit auf die hohe See gewagt hatten.
Die verwendeten Materialien und Bauweisen richteten sich nach den auf der jeweiligen Heimatinsel verfügbaren Ressourcen. Inseln vulkanischen Ursprunges wiesen oftmals einen Bestand größerer Baumarten auf. In diesem Fall nutzten die Erbauer der Kanus für die Basis der Rümpfe gerne einen ausgehöhlten Baumstamm, dessen Freibord sie mit angefügten Planken erhöhten. Diese wurden sauber verfugt und mit Kokosfaser fixiert. Auf Inseln ohne einen Bestand an geeigneten Bäumen sowie für den Bau sehr großer Kanus griff man von vornherein auf Planken zurück. Alle verwendeten Hölzer an Rumpf und Plattform wurden mit Schnüren aus Fasern der Außenschale der Kokosnuss zusammengebunden, die Verfugungen der Planken mit Baumharzen abgedichtet. In Bereichen, in denen Kokospalmen nicht wuchsen, fanden Fasern aus anderen Pflanzen Verwendung.
Die Kunst des Kanumachens wurde in den Familien der Bootsbauer von Generation zu Generation weitergegeben. Eine große Rolle spielten hier mündlich überlieferte Gesänge und Texte, in denen das benötigte Wissen eingebunden war.
Navigation [Bearbeiten]
Die zielsichere Navigation in einem weitläufigen Seegebiet wie dem pazifischen Ozean mit seinen tausenden kleinen und kleinsten Inseln ist eine der schwierigsten seemännischen Aufgaben überhaupt. Die Leistung der polynesischen Navigatoren, die diese Herausforderung schon vor weit über tausend Jahren gemeistert hatten ohne sich hierbei nautischer Hilfsmittel wie Kompass oder Sextant zu bedienen, kann daher gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Es ist umso bedauerlicher, dass weite Teile dieses kulturellen Schatzes mit dem Verlust der zugrundeliegenden Gesänge und Texte unwiederbringlich verloren sind.
Palmerston-Atoll
Die Kursbestimmung der polynesischen Navigatoren beruhte auf der genauen Beobachtung sowohl astronomischer wie auch terrestrischer Bestandteile. Diese mussten sie während einer Seereise stetig zusammenfügen und im Gedächtnis halten, um daraus eine jeweils gültige Ortsbestimmung und einen Kurs ableiten zu können. Kurse zu bekannten Zielen wurden hierfür in Sektoren eingeteilt, denen jeweils bestimmte astronomische oder terrestrische Eigenschaften zugeteilt waren. Führte die Reise an einen unbekannten Ort, dann wurde die dorthin führende Strecke Sektor für Sektor memoriert, um eine Rückkehr zu ermöglichen.
Die ständige Beobachtung der Bewegung von Sonne, Mond, Planeten und Sternen war hierbei von zentraler Bedeutung. Die Polynesier kannten nahezu 300 Sterne und Sternbilder und wussten diese den verschiedenen Kurssektoren zuzuordnen. Die hierfür erforderliche Gedächtnisleistung war enorm, denn zu all diesen Daten existierten in der polynesischen Kultur keine Karten sondern lediglich mündlich überlieferte Gesänge und Texte.
Ähnliches gilt für die Beobachtung und Einschätzung der See, des Luftraumes und des Wetters. Sie kannten die Standorte unzähliger Fischgründe, Untiefen und Strömungen und vermochten aus dem jeglichem Wellengang unterliegenden Schwell ihre Schlüsse zu ziehen. Ebenso vermochten sie aus der Beobachtung des Fluges von Seevögeln, der Art und Beschaffenheit von Treibgut, der Wolkenbildung oder dem Verhalten von Fischen und Delphinen Information für ihren Standort und die Kursbestimmung zu gewinnen.
All dies musste der polynesische Navigator von Kindesbeinen an verinnerlichen, denn die Kunst derartig vielschichtige Information zusammenzuführen ist keine präzise Wissenschaft, sondern verlangt die Herausbildung eines tiefgründenden Gefühls für die See. Auch hier gilt – wie in allen Bereichen der Wissensvermittlung in der polynesischen Kultur – dass die Kunst der Navigation innerhalb der Familien von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Der angehende Navigator wurde auf Reisen mitgenommen, lernte nach und nach die zugehörigen Gesänge und Texte zu deuten und wurde mit zunehmenden Fähigkeiten mehr und mehr in die Verantwortung eingebunden. Zu Übungszwecken und zur Vorbereitung an Land stand ihm hierbei die Stabkarten-Technologie zur Verfügung. Mit Hilfe dieser selbsterstellten Gedächtnishilfen konnte er die verschiedenen Sektoren memorieren und einüben. Eine derartige Stabkarte auf See mitzuführen war ihm allerdings nicht erlaubt. Im Jahre 1976 wurde ein einzigartiger Versuch unternommen, die alte Tradition der polynesischen Seefahrtskunst wieder aufleben zu lassen. In diesem Jahr stach die Hokule'a (=Stern der Fröhlichkeit) in See und legte die 4000 Kilometer lange Strecke von Hawaiʻi nach Tahiti ohne jegliche Hilfe von Seekarten oder nautischen Instrumenten zurück. Die Hokule'a ist der getreue Nachbau eines alten hawaiischen Doppelrumpfbootes und die auf ihr verwendeten Navigationsmethoden waren soweit es nur irgend ging den traditionellen Vorgehensweisen der alten polynesischen Navigatoren nachempfunden. Mit dieser Fahrt gelang erstmals der prinzipielle wissenschaftliche Nachweis, dass eine derartige Art von Navigation tatsächlich über weiteste Entfernungen möglich ist. Die alten Legenden von den Navigatoren welche die „See zu lesen“ imstande waren, gewinnen seither neues Gewicht. Derartige Leistungen werden zum Beispiel der Sagengestalt Ui-te-Rangiora zugeschrieben.
Medizin/Naturheilkunde [Bearbeiten]
Die Fähigkeiten der polynesischen Kultur in Medizin und Naturheilkunde waren in einigen Bereichen ausgeprägt. Sie besaßen grundlegende Kenntnisse in Geburtshilfe und der Behandlung von Kinderkrankheiten, vermochten sowohl Knochenbrüche als auch Unfallverletzungen zu behandeln und kannten die Wirkungsweise einer großen Zahl von Heilkräutern die auf ihren Inseln wuchsen. Die polynesische Medizin wurde von hierfür ausgebildeten Spezialisten ausgeübt. Diese beschränkten sich in der Regel auf Teilgebiete der Medizin, deren Kenntnisse und Verfahrensweisen in familiärer Tradition von Generation zu Generation weitergeben wurden. Es gab in der polynesischen Gesellschaft daher nicht den „Medizinmann“ der für jede Art von Erkrankung zuständig war, sondern es wurde von Fall zu Fall entschieden, an welchen Spezialisten man sich wandte. Spirituelle und weltliche Aspekte standen dabei gleichwertig nebeneinander und ergänzen sich. So brachte ein traditioneller polynesischer Heiler zur Linderung einer Krankheit oder Verletzung ebenso magische wie auch weltliche Praktiken und Methoden zum Einsatz. Üblicherweise geschahen diese Heilbehandlungen deshalb im Rahmen einer religiös-rituellen Zeremonie im Kreise der Familienmitglieder und Angehörigen des Stammes, zu welchem der Kranke gehörte. Oft wurden sie begleitet von religiösen Tänzen und Gesängen der anwesenden Stammesmitglieder. Heutzutage wird versucht, derartige Methoden wiederzubeleben, beispielsweise indem auf Hawaiʻi traditionellen Massagetechniken neues Leben eingehaucht wird. Den Auswirkungen der von europäischen Besuchern und Zuwanderern ab der Mitte des 18. Jahrhunderts eingeschleppten Infektionskrankheiten konnte die polynesische Medizin allerdings nichts entgegensetzen.
Kunst [Bearbeiten]
Viele Zeugnisse polynesischer Kunst sind in der Begegnung mit den europäischen „Entdeckern“ und bald darauf Eroberern unwiederbringlich zerstört worden. Dies tritt besonders im Bereich der Architektur und Skulptur zu Tage. Hier waren es vor allem christlichen Missionare, denen es ein besonderes Anliegen war, die alten „heidnischen“ Tempel niederzureissen, welche die systematische Zerstörung polynesischer Kunstwerke zu verantworten hatten. Nahezu alles in der polynesischen Kunst hatte einen religiösen Bezug und fiel deshalb diesem religiös begründeten „Bildersturm“ zum Opfer.
Musik und Tanz [Bearbeiten]
Tahitianische ʻupaʻupa-Tänzer
Māori-Tanz
Dies galt auch für Musik und Tanz. Auf vielen polynesischen Inseln war in Zeiten der Kolonisierung die Aufführung traditioneller Tänze und Gesänge verboten. Viele der alten Texte und Lieder, die ja ausschließlich in mündlicher Überlieferung weitergegeben wurden, gingen hierbei unwiderruflich verloren. In ganz Polynesien spielten Tanz und Musik eine wichtige Rolle im täglichen Leben, als Bestandteil von Ritualen oder religiösen Feiern und in der Unterstützung mündlicher Überlieferungen. Durch die große Ausdehnung des „polynesischen Dreiecks“ (Hawaiʻi, Osterinsel, Neuseeland) hatte sich eine Vielzahl von miteinander verwandten Traditionen herausgebildet, zu denen z.B. die Tänze von Tahiti, Hawaiʻi (Hula), und Samoa gehörten. In vielen alten polynesischen Gesellschaften waren Tänzer und Tänzerinnen hochangesehene Spezialisten, die von der Ausübung ihrer Kunst lebten. Heutzutage wird an vielen Orten Polynesiens versucht, diese alten Traditionen wiederzubeleben. Auf Hawaiʻi hat der traditionelle Hula-Tanz wieder eine große Zahl Menschen angezogen und ähnliches gilt für französisch-Polynesien oder Neuseeland und die dort heimischen Tänze. Welche Bedeutung Musik und Tanz für die polynesische Kultur einmal gehabt haben müssen, vermag man zu erahnen, wenn man betrachtet, wie es die Bewohner Takuus, einer kleinen polynesischen Exklave heutzutage noch halten. Diese versuchen seit geraumer Zeit, nach alter Tradition und Überlieferung zu leben: Zwanzig bis dreißig Stunden in der Woche widmen sie sich ausschließlich dem Tanz und der Musik.
Schmuck und Textilien [Bearbeiten]
Untrennbar vom Tanz und von den Ritualen sind die wunderschönen Kränze (Rei, Lei), welche aus Blumen, Kräutern und Muscheln zu wahren Kunstwerken gefertigt werden. Flechtarbeiten (z.B. Matten, Fächer, Körbe) aus den Blättern (Hawaiʻi: lauhala)[5] des Schraubenbaums (Pandanus, in Hawaiʻi: hala) oder anderen pflanzlichen Materialien wurden auch für den täglichen Gebrauch oft mit großer Kunstfertigkeit hergestellt. Die Polynesier waren zudem Meister in der mehrfarbigen Textilbedruckung (Tapa, Kapa) und besinnen sich heute wieder auf diese alte Kunst.
Schnitzerei und Skulptur [Bearbeiten]
Die Polynesier waren hervorragende Holzschnitzer und Bildhauer. Sowohl die Häuser der Bewohner, als auch die Boote und Kanus waren reichhaltig verziert. Die Mehrzahl der hierbei verwendeten Motive hatten einen religiösen Bezug. Vor den Tempeln fand man eine Vielzahl oftmals mehrere Meter hoher Säulen und Statuen aus Holz und Stein. Berühmt geworden sind diesbezüglich besonders die monumentalen Steinfiguren auf den Osterinseln, die noch heute einen lebhaften Eindruck vermitteln, zu welcher künstlerischer Leistung die Polynesier fähig waren.
Mündliche Überlieferung [Bearbeiten]
Rongorongo
Da die Polynesier niemals eine Schriftsprache entwickelt hatten, von den Rongorongo - Hölzern auf den Osterinseln einmal abgesehen, spielen mündlich überlieferte Texte und Gesänge in dieser Kultur eine herausragende Rolle.
Das gesammelte Wissen einer Kultur ausschließlich mündlich weiterzugeben ist allerdings ein schwieriges Unterfangen. Jedes Mitglied dieser Gesellschaft musste deshalb eine große Zahl an Texten erlernen, um das Wissen der Kultur zu erhalten. Um den Menschen diese Aufgabe zu erleichtern und zu verschönern, standen alle diese Texte in Verbindung zu Gesängen und Tänzen. Von Kindesbeinen an wurden die Polynesier in die Aufführung dieser Tänze und Lieder eingebunden. Die Struktur der polynesischen Sprachen erleichterte es zusätzlich, auf diese Weise profundes Wissen zu überliefern. Allen polynesischen Sprachen ist gemeinsam, dass in ihnen verfasste Texte auf vielfältige Weisen interpretiert werden können, da sowohl Worte wie auch Grammatik es ermöglichen, ein und denselben Text unterschiedliche Bedeutungsebenen zu geben. So kann beispielsweise der Text eines Liedes über die Entdeckung einer Insel einesteils als dramatische Reisebeschreibung und Heldenepos verstanden werden, zugleich einem Navigator genaue Informationen über die zurückgelegten Reiseroute vermitteln und gleichzeitig zur religiösen und genealogischen Einordnung eines Familienclans herangezogen werden.
Siehe auch: Sprachvergleich (Beispiele) unter Polynesische Sprachen
Sport [Bearbeiten]
Die Polynesier kannten keine Sportarten im europäischen Sinn. Doch lieferten sie sich häufig Ringkämpfe oder vollführten Scheinkämpfe mit ihren Waffen. Auch der Paddelsport war in der polynesischen Gesellschaft ein kulturelles Ereignis, da es Zeiten gab, die für Feste und Wettkämpfe reserviert waren, in denen kriegerische Handlungen ruhen mussten. Dann maßen die Männer verschiedener Stämme die Kräfte in Wettfahrten ihrer Kanus. Während dieser Festivals konnten die Männer der verschiedenen Klans und Gefolgschaften ihre Fähigkeiten in Scheinkämpfen unter Beweis stellen und sich in Ringkämpfen messen. Das Wellenreiten wurde vor allem in Hawaiʻi zu einem beliebten Sport entwickelt.
Hula und Polynesien [Bearbeiten]
Tja. Einesteils ja. Andernteils eine Hula Werbeveranstaltung. Manches habe ich schon in anderen Wiki-Artikeln gelesen.Aber: Wo ist die Henne und wo das Ei? Werde die Seite beobachten. Gruß --Phoenix-R 23:47, 14. Jun 2006 (CEST)
Nein, bin sauer! Werde die Seite umgestalten ( = den Werbemüll rausnehmen ) oder der Qualitätssicherung überantworten... Grund: Die Wiki zitiert sich in wesentlichen Punkten nicht selber! (Wir wollen Wissen akkumulieren, klären und speichern und dem Menschen frei verfügbar machen! - nicht Werbung! ) Bin Sauer! Hula im Hottentottenland und immer wieder gerate ich auf die Website einer .... Ich habe keine Lust, bei meinen Recherchen im Web ständig auf derartige Strukturen zu stoßen und die Resultate dann in einem "Wiki" Artikel zu bestaunen! Demnächst werde ich grob. Gruß --Phoenix-R 01:06, 15. Jun 2006 (CEST)
Habe den "Restmüll" auch noch rausgenommen. Wer einen Hula-Wettbewerb in Europa beschreiben will, soll doch bitte eine "Hula-Europa" oder "Hula-Deutschland" Seite anlegen. Gruß --Phoenix-R 17:00, 15. Jun 2006 (CEST)
Diese Seite handelt von Polynesien. Hawaii ist zwar Teil Polynesiens, aber eben nur Teil. Leider gibt es in dem Artikel so einige Information, die sich eigentlich auf Hawaii bezieht und bei der nicht geklärt ist, wie weit sie für alle Teile Polynesiens Gültigkeit hat. Ich bin gerade dabei, mich diesbezüglich schlau zu machen und werde den Artikel in Kürze dementsprechend überarbeiten. --ThT hat damit ja schon begonnen. Hula Kurse, Schulen und Wettbewerbe in Deutschland oder Europa haben hier auf keinen Fall etwas zu suchen. Wer sich für Kursinformationen interessiert, dem sei wärmstens "Google" empfohlen. Diese Links zu entfernen findet deshalb meine volle Unterstützung. Information zu Hula ist im Übrigen auch in der Wiki vorhanden: Siehe "Hula". Ich hoffe für die Qualität der Wiki, dass jetzt nicht diese Seite von einem Werbeimpakt überrollt wird --Phoenix-R 17:53, 16. Jun 2006 (CEST)
Thomas Tunsch ist durchaus der Meinung, dass alle Links ausser seinen eigenen Spam ist. Dieser kann und werde ich mich nicht anschliessen. --Hubertl 18:46, 16. Jun 2006 (CEST)
Dieser Meinung bin ich nicht. Ein Blick auf die Benutzer Diskussion:Hubertl zeigt dies und darüber hinaus hoffentlich meine Bemühungen, eine sachliche Diskussion zu diesem Thema zu führen. --ThT 21:41, 16. Jun 2006 (CEST)
Nun Hubertl , Du hast die Links und so einiges Andere entfernt, den Rest habe dann ich besorgt. Ich finde, die Seite ist auf gutem Kurs. Die Veränderungen, welche Thomas Tunsch jetzt im Kapitel Tanz und Musik vorgenommen hat sind korrekt und deshalb zu befürworten. Ja, ich habe mir Euren Disput auf Deiner Benutzerseite angeschaut. Möglicherweise macht ein Link auf besagte Seiten in einem anderen Zusammenhang ja durchaus Sinn. Hier im Polynesien-Artikel allerdings ganz sicher nicht, denn er würde das Thema verfehlen. Persönlich muss ich anmerken, dass ich äußerst (!) empfindlich bezüglich möglicher Werbung in einem Wiki-Artikel bin. Im Übrigen habe ich es durchaus Ernst gemeint, als ich vorschlug, eine "Hula in Deutschland" Seite anzulegen. Möglicherweise findet sich hierfür ja ein interessierter Schreiber und hat das Thema ausreichend Tiefe, um eine derartige Anstrengung zu rechtfertigen. Allerdings sollte gerade eine solche Seite strengste Neutralität bewahren, um sich nicht dem Verdacht der Schleichwerbung auszusetzen. --Phoenix-R 20:36, 16. Jun 2006 (CEST)
Vielen Dank für Deine Wortmeldung, ich hoffe, sie kann zur Versachlichung der Debatte beitragen. Die Idee mit "Hula in Deutschland" halte ich für gut - aber nach den Erfahrungen der letzten Tage sehe ich keine Möglichkeit für mich, dies in Angriff zu nehmen. Ich fürchte, jeder Link auf eine der Seiten von existierenden Gruppen führt zwangsläufig auch zu Werbung, denn Hula ist in Deutschland nicht so verbreitet, daß man auf Werbung verzichten könnte. Wohlgemerkt, Werbung im Artikel oder durch die Bezeichnung des Weblinks lehne ich ab. Die Frage ist nur, wie man die verlinkten Seiten bewertet. Eine zu apodiktische Auffassung paßt doch nicht mit "Bevorzuge Webseiten ohne oder mit wenig Werbung" (Wikipedia:Weblinks) zusammen, oder irre ich da? --ThT 21:41, 16. Jun 2006 (CEST)
Grundsätzlich denke ich nicht, dass ein Link auf eine kommerziell agierende (In diesem Falle "Hula"-) Schule toleriert werden sollte. Wenn ein Leser sich für die praktische Erfahrung des Hula-Tanzes interessiert, dann wird er sich die hierfür nötigen Kontakte mittels Google verschaffen. Ich habe mir die beiden auf der Diskussionsseite von Hubertl beispielhaft benannten Links angesehen und mußte feststellen, dass sie nur (!) Werbung aber keinerlei (freien) Zugang zu weiterführender Information enthielten. Also muss ich sie ablehnen und glaube auch nicht, dass eine solche Verlinkung den Regeln der Wikipedia entspricht. Das Problem mit einem Artikel zu "Hula in Deutschland" könnte tatsächlich darin bestehen, dass es Gruppen oder Vereinigungen in diesem Zusammenhang noch gar nicht gibt, sondern die Sache ausschließlich von kommerziellen Anbietern vorangetrieben wird. Andernfalls wäre es sinnvoll, einen Link auf diese Gruppen zu setzen und nicht auf die kommerziellen Hula-Schulen. Doch um das alles zu beurteilen bin ich zuwenig sachkundig. Falls das Thema dennoch lohnenswert ist kann ich nur raten es, gemäß dem Wiki Grundsatz: "Sei mutig!", in Angriff zu nehmen. Ich bin sicher, dass man ein interessantes Thema auch ohne Links auf rein (!) kommerzielle Webseiten abhandeln kann Gruß --Phoenix-R 23:46, 16. Jun 2006 (CEST)
Ps.: Mit einem gewissen inneren Grinsen muss ich feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, in einem derartigen öffentlichen Forum den Fallstricken der Werbung zu entgehen. Ich schreibe über die Suche im Web und benenne "Google" ganz selbstverständlich als wäre das die einzige Suchmaschiene. Tja. Sorry to Mozilla und Co... Uff uff --Phoenix-R 00:44, 17. Jun 2006 (CEST)
Fiji [Bearbeiten]
warum ist fiji nicht aufgeführt? ich dachte es sei eine insel mit einflüssen von melanesien und polynesien. nach der ausbreitungstheorie, soll ja fiji auch dazu zählen. natürlich wäre es dann nicht eine derjenigen inseln welche ausschliesslich zu polynesien zählt, aber eine wichtige welche teilweise dazu zählen würde. ich finde falls dies korrekt ist, sollte man die insel im entsprechenden abschnit erwähnen. --Tobivan 15:30, 26. Jun 2006 (CEST)
Siehe: Melanesien, Fidschi. --ThT 08:49, 27. Jun 2006 (CEST)
Guten Morgen Thomas Tunsch. Ja, ich glaube auch, Fidschi ist besser unter Melanesien aufgehoben, wenngleich es sich hier tatsächlich um einen Grenzfall handelt. Der Großteil der Urbevölkerung ist melanesischen Ursprungs, doch die Kultur ist stark an der polynesischen orientiert. Lediglich auf der Insel Rotuma findet sich eine Bevölkerung mit polynesischen Wurzeln. Vielleicht kann man das ja erwähnen. Ich will mich in der nächsten Zeit ohnehin um diesen Artikel kümmern, stecke aber noch in der Recherche. Die Polynesier hatten wirklich eine faszinierende Kultur. Gruß --Phoenix-R 09:33, 27. Jun 2006 (CEST)
Ps. Muß mich entschuldigen, dass dies alles dauert, aber ich hatte in der letzten Zeit viel anderes um die Ohren und ich glaube, nichts geht über eine gründliche Recherche --Phoenix-R 09:37, 27. Jun 2006 (CEST)
Danke - für diesen Grenzfall reichten meine Kenntnisse nicht aus, deshalb habe ich auf die anderen Artikel verwiesen. --ThT 16:11, 27. Jun 2006 (CEST)
Fidschi und Rotuma sind doch nicht Polyneisisch. Die Sprache von Rotuma hängt nah mit Fidschiisch zusammen, aber hat viele Wörter aus Samoa oder Tonga. Aber sie ist doch nicht Polynesisch. Man konnte außerdem sagen, daß die englische Sprache Franzosen ist, weil sie viele französische Wörter hat Kahuroa 08:22, 11. Jul 2006 (CEST)
Richtig. Deshalb hatte ich gesagt, dass Fidschi besser unter Melanesien aufgehoben ist. Der Sonderfall bei Rotuma liegt einfach darin, dass die Wurzeln der Bevölkerung polynesischen Ursprungs sind. Ethnisch gesehen sind sie Polynesier, kulturell ganz sicher Fidschianer. Wobei deren Kultur, obwohl sie ethnisch gesehen Melanesier sind, doch stark polynesisch geprägte Züge aufweist. Gruß --Phoenix-R 11:20, 11. Jul 2006 (CEST)
Ich bin der Meinung, daß dass die Wurzeln der Bevölkerung polynesischen Ursprungs sind. Ethnisch gesehen sind sie Polynesier ist nicht richtig. Ich meine daß die Wurzeln der Bevölkerung ist Melanesisch (aus Fidschi): ihr Wortschatz aber zeigt polynesischen Einfluß. Ihre Sprache, zum Beispiel, ist definitiv nicht im Ursprung polynesisch, aber ist näher an bestimmten Fidschianischen Dialekten Kahuroa 09:27, 12. Jul 2006 (CEST)
Hier muß ich widersprechen: Nach all meinen Kenntnissen ist die ursprüngliche Bevölkerung Rotumas (ethnisch gesehen) polynesischen Ursprungs. (Mit Einflüssen von außen) Politisch: Rotuma wurde offensichtlich erst auf Grund europäischer Kolonialpolitik überhaupt Fiji zugeschlagen, hat aber historisch gesehen einen eigenen Werdegang. Das Blöde an dem Ganzen ist doch, dass wir es hier mit "Grenzen" zu tun haben, die weder ethnologisch noch kulturhistorisch eindeutig zu ziehen sind. Hier fange ich an zu schwimmen: Einer der Gründe, warum ich irgendwo Bellwoods Thesen anhänge ist die Tatsache, dass er diesen "Austronesischen Sprachraum" plausibel begründet hat. Dieser macht schon Sinn, wenn man die Ähnlichkeiten von Sprache im polynesischen Kulturaum betrachtet. Die wirklichen Grenzen scheinen mir allerdings ganz woanders zu liegen, aber wer bin ich, hier Postulate überhaupt zu formulieren?
Eigentlich mag ich Bellwood ja nicht. Er ist mir zu strikt. (Muß ihm aber doch in wesentlichen Punkten folgen, denn er ist gut) Persönlich hänge ich aber eher an der Theorie, dass die "eigentliche" polynesische Kultur sich nach der Besiedlung aus dem asiatischem Raum erst sehr viel später von den Marquesas ausgehend verbreitet hat. Hier scheint sie ihre ursprüngliche Kraft gewonnen zu haben. Dies erscheint mir sinnvoll. Ist aber nicht eindeutig belegt, wie alles andere auch. Scheint allerdings nahe an den Überlegungen moderner Wissenschaft zu sein...
Eines muß aber klar sein: Weite Teile des melanesischen, mikronesischen und polynesischen Kulturkreises scheinen in alten Zeiten sehr nahe verwandten grundsätzlichen kulturellen Vorstellungen und Lebensweisen gefolgt zu sein und auch die Sprache in allen ihren Ausformungen wie Dialekten scheint einer gemeinschaftlichen Wurzel zu entstammen. Verdammt: Eigentlich wollte ich einen schmackhaften Text hinlegen, doch schon wieder stecke ich in Recherche, Recherche, Recherche... Gruß --Phoenix-R 01:01, 13. Jul 2006 (CEST) PS.: Auch die Marshall- Inseln sind ja nicht wirklich Teil Mikronesiens, sondern ein eigener Staat. Im Gegensatz zu Teilen Mikronesiens (Dort gibt es auch Polynesier...) findet sich hier eine (ethnisch) rein Mikronesisch (Melanesisch?) gewachsene Bevölkerung. Hilfe! Wie soll ich als Fremder das alles darstellen?
Warum glaubst Du daß die ursprüngliche Bevölkerung Rotumas (ethnisch gesehen) polynesischen Ursprungs ist???????? hat Bellwood es so gesagt? Alles daß ich gelesen habe, sagt daß die ursprüngliche Bevölkerung Rotumas ist aus Fidschi. Ihre Sprache ist doch nicht Polynesisch.... Kahuroa 02:25, 13. Jul 2006 (CEST)
Das steht so in der Enzyklopaedia Britannica und der vertraue ich in der Regel schon. Rotuma hat ja auch geographisch nichts mit der Fiji-Gruppe gemein, sondern wurde aus (kolonial-) politischen Gründen annektiert. Aber ich will ganz sicher nicht darauf bestehen, zumal es eine Sache ist, die unser "Polynesien-Thema" nicht wirklich tangiert. Gruß --Phoenix-R 13:37, 13. Jul 2006 (CEST)
Das geht. Aber es stimmt nicht mit der neuen linguistischen Forschung überein. Kahuroa 07:35, 14. Jul 2006 (CEST)
Um genau darauf ein Auge zu haben brauchen wir Dich so dringend. Sei übrigens bitte nicht ungeduldig. Ich sitze (und schwitze) tatsächlich schwer über dem Thema, lasse mich diesmal auch nicht wieder von einem anderen Lemma einfangen. Aber ich habe auch berufliche Pflichten und die nehmen gerade einen Haufen Zeit in Anspruch. Demnächst stelle ich die nächsten Abschnitte rein und dann ist Deine Hilfe wirklich gefragt. (Wie auch die von Thomas Tunsch!) Gruß --Phoenix-R 19:28, 14. Jul 2006 (CEST)
Polynesien versus Hawaii [Bearbeiten]
Ja, so einiges im Artikel bezieht sich in erster Linie auf Hawaii und kann nicht so ohne weiteres auf ganz Polynesien übertragen werden. Gruß an den Benutzer "ohne Namen". --Phoenix-R 14:18, 10. Jul 2006 (CEST)
Jetzt habe ich einen Namen: --Kahuroa 08:28, 11. Jul 2006 (CEST) en:User:Kahuroa, mi:User:Kahuroa
Das freut mich. Herzlich willkommen in der Wikipedia! Gruß --Phoenix-R 11:20, 11. Jul 2006 (CEST) PS: Geh doch mal kurz auf Deine Benutzerseite und schreib ein paar Worte über Dich. Und schon leuchtet Dein Benutzernahme nicht mehr rot, sondern angenehm blau...
1, 2, 3 [Bearbeiten]
Besiedlung: Theorien Heyderdahls sind Unsinn - es gibt keinen anthropologischen oder genetischen Beweis, zum seiner Ideen zu stützen.
Kultur: Die Strecke Tahiti bis Hawai’i beträgt 3.220 km, was etwa der Entfernung von Portugal bis Sizilien entspricht." - gibt's nicht einen Fehler da?
Einfluss vom Westen - die auf Deutsch Teile von Polynesien (vornehmlich die Marshallinseln) - aber die Marshallinseln gehören zu Mikronesien. Es ist mir eine Überraschung, daß es eine Ähnlichkeit der hawaiianischen Sprache mit der seinigen (mikronesischen Sprache) gab. (Ja, das ist möglich) Kahuroa 09:47, 12. Jul 2006 (CEST)
Deine Kritik ist mehr als nur berechtigt. Der ganze Artikel strotzt vor Fehlern und muß gründlich überarbeitet werden! Die Strecke von Hawaii nach Tahiti beträgt meines Wissens an die 2200 Seemeilen, das sind ungefähr 4000 Km. Keine Ahnung, wie der Autor auf 3220 Km kommen konnte. Die Marshallinseln sind eindeutig Teil Mikronesiens! (Die Sprachen weisen allerdings große Gemeinsamkeiten auf.) Auch bezüglich Heyerdahls stimme ich Dir zu. Persönlich glaube ich nicht an seine Theorie. Aber man kann ihn in diesem Kontext nicht einfach vom Tisch wischen. Auf der Osterinsel hat er offensichtlich ganz ordentliche Arbeit geleistet. Vermutlich ist es aber sinnvoll, den ihn betreffenden Abschnitt stärker zu relativieren.
Der Artikel muß insgesamt umgebaut werden. Ein Teil "Polynesien heute" fehlt fast völlig. Alles worüber wir hier sprechen betrifft nur die Geschichte der Region. Dies ist eine "Großbaustelle". Da wurde schlampig recherchiert und vieles einfach aus dem "Hawaii-Artikel" abgekupfert. Mit der getroffenen Einteilung der Abschnitte bin ich auch nicht glücklich. Wo immer Du einen weiteren Fehler findest, zeig' bitte darauf. Das hilft! Gruß --Phoenix-R 12:43, 12. Jul 2006 (CEST)
Hab den gröbsten Mist jetzt mal schnell verbessert. Aber wie gesagt: Das Ganze muß umgeschrieben und erweitert werden. --Phoenix-R 12:52, 12. Jul 2006 (CEST)
Ich stimme zu, daß Heyerdahl (leider) nicht ignoriert werden kann. Und wenn dieser Artikel neu geschrieben werden könnte, kann das helfen, den gleichwertigen Artikel auf der englischen Wiki zu verbessern. Kahuroa 13:11, 12. Jul 2006 (CEST)
Ich sitze daran. Werde die Ergebnisse Stück für Stück einfügen und anschließend weiter ausbauen. Wäre doch gelacht, wenn wir da nicht etwas ordentliches auf die Beine stellen könnten. --Phoenix-R 17:26, 12. Jul 2006 (CEST)
Die Forschungen Thor Heyerdahls als unbegründet abzutun, greift meiner Meinung nach zu kurz. Es ist ja offensichtlich möglich, von Südamerika aus nach Polynesien zu gelangen, ebenso, wie es zahlreiche kulturelle Verbindungen zu Südamerika gegeben hat. Beispiel: Reise des Inkas Tupac Yupancu auf die Osterinseln kurz vor Ankunft der Spanier. Viele Theorien über die Besiedlungsgeschichte der Erde kranken daran, daß unseren Vorfahren keinerlei technische Fähigkeiten im Bereich der Seefahrt zugetraut werden.[U.Vollmer]
Als unbegründet tut niemand die Forschungen Thor Heyerdahls ab. Allerdings stellen sich seine Mutmaßungen bezüglich der Besiedelung des polynesischen Seeraumes auf Grund neuerer Forschungen als eher unwahrscheinlich dar. Die Theorien über die Besiedelung Polynesiens kranken im übrigen heutzutage ganz sicher nicht an einer Unterschätzung der seefahrerischen Künste unserer Vorfahren, wie Du dem Artikel unschwer entnehmen kannst. Gruß --Phoenix-R 00:32, 19. Okt. 2006 (CEST)
Polynesien heute [Bearbeiten]
Hallo Phoenix! Kleine Frage: warum hast Du "Polynesien heute" über den eigentliche Geschichtsteil gesetzt? Ich hätte das aus chronologischem Gefühl und für die Gliederung, als letzten Unterpunkt in "Geschichte" eingereiht. Gruß --Triggerhappy 11:26, 2. Aug 2006 (CEST)
Ich fand, dass es so einen logischen Anschluss an das Kapitel Bevölkerung darstellt, in welchem die moderne Problematik Polynesiens ja schon angesprochen war, nämlich, dass es einen einheitlichen Siedlungs- und Wirtschaftsraum Polynesiens ja gar nicht gibt, was sich an den Bevölkerungsstatistiken gut ablesen lässt. Die Entwicklungen in den verschiedenen Regionen sind zu unterschiedlich und deshalb schließt dieser Abschnitt auch mit dem Verweis auf die obenliegende Inseltabelle, in welcher man die konkrete "moderne" Entwicklung der einzelnen Regionen nachschlagen kann. Jene Tabelle sollte deshalb auch in unmittelbarer Reichweite des Lesers sein, wenn er sich über moderne Entwicklunge informieren möchte. Diese auch nur annähernd im "Polynesien-Artikel" darzustellen ist meiner Meinung nach gar nicht möglich, es sei denn, man schriebe all die Artikel über die einzelnen Inselgruppen und Staaten hier auch nochmal rein. In gewisser Hinsicht ist dieser Artikel also so eine Art "Portal". Im "Rest" oder aber dem "eigentlichen" Polynesien-Artikel geht es letztlich um die alte gemeinsame Kultur der Polynesier und am Ende - um auf die modernen Zeiten zurückzukommen - um das, was hiervon in heutigen Zeiten wieder zum Leben erwacht ist. Anders scheint mir ein Artikel über diesen riesigen und gerade in der Moderne so zerfaserten Kulturraum ( denn nichts anderes ist das, was wir "Polynesien" nennen ja) nicht sinnvoll machbar zu sein. Was nicht heißen soll, dass ich mit dieser Einschätzung auch recht habe... Gruß --Phoenix-R 21:15, 2. Aug 2006 (CEST)
Geographie: Tabelle [Bearbeiten]
Version 13:22, 15. Aug 2006 war versehen mit dem Vermerk: Tabelle formatiert nach: Tabellen einbinden. Dort heißt es:
Tabellen sollten sich auch optisch in Wikipedia integrieren. Dabei sind die Vorlagen Prettytable und Highlight1 sehr hilfreich. Sie dienen der Vereinheitlichung und gelten als Standard in der Wikipedia [...]
Der Einhaltung dieses Standards war der Grund für die Neuformatierung. Die Begründung der Wiederherstellung (Revert: 22:36, 15. Aug 2006) neue Tabelle sieht hässlich aus erscheint mir demgegenüber nicht ausreichend. Etwas locker formuliert bin ich für Schönheit die vom Inhalt kommt - und inhaltlich hat der Artikel in den letzten Wochen erheblich an Schönheit gewonnen. Daher bitte ich entweder
um Wiederherstellung von Version 13:22, 15. Aug 2006
oder, falls dies nicht geschehen soll
um Äußerungen hierzu mit Pro und Contra
--ThT 11:25, 16. Aug 2006 (CEST)
Bitte hier nicht mit unreräsentative Abstimmungen anfangen. Beide Tabellen finde ich gar nicht so schlecht. Um Aussehen sollte es hier nur bedingt gehen (das gilt auch für beide ;)). Der Artikel hat vor allem danke eines Benutzers an "inhaltlicher Schönheit" gewonnen. Daher sollte dieser nicht übergangen oder überstimmt werden.
@Phoenix: kleiner Lösungsvorschlag: Wir nehmen die Standardtabelle die gar nicht so schlecht aussieht und basteln für die rechte leere Seite eine Karte, in der diese Gebiete eingezeichnet sind (was ich mir bei Geographie sowieso wünsche). Gruß --Triggerhappy 11:44, 16. Aug 2006 (CEST)
Abstimmung meinte ich auch nicht, sondern Äußerungen, um mehr zu haben als die Meinungen von Benutzer:Phoenix-R und mir. Gerade um Benutzer:Phoenix-R nicht zu übergehen, habe ich diese Diskussion begonnen. Die Kennzeichnung mit pro und contra habe ich nur wegen der Übersichtlichkeit erbeten.
Pro Vorschlag Trigger, auch wegen der leichteren Exportierbarkeit der Tabelle. --ThT 15:20, 16. Aug 2006 (CEST)
Sehe den Sinn einer derartigen Maßnahme nicht. Warum gutes Design durch schlechtes ersetzen? Satandard-Tabellen zu benutzen ist ja nicht verpflichtend, sondern eine Kann-Bestimmung. "Man sollte" und diese Regelung ist wohl deshalb entstanden, weil vermutlich so einige Nutzer mit selbsgebauten Katastrophen das Bild der WP verhunzt hatten. Wenn ich mir die Arbeiten in so einigen gut (!) gelungenen Artikeln in der WP ansehe, dann ist dort von "Standard" jedenfalls nicht mehr viel zu sehen. Nach einer brauchbaren Karte Polynesiens habe ich übrigens schon lange gesucht: dann gäbe es diesen unsäglichen Globus da oben nämlich nicht mehr. Seid gnädig. Ein bischen Stil sollte schon sein, man kann diesbezüglich in der WP ohnehin nur wenig machen. gruß --Phoenix-R 18:17, 16. Aug 2006 (CEST)
Tabellen in anderen Artikeln [Bearbeiten]
Seit Version vom 00:20, 31. Jul 2006 wird auch im Artikel Melanesien statt der einfachen Liste eine Tabelle verwendet. Da diese Tabelle auf den gleichen Autor zurückgeht wie die hier diskutierte, gebe ich zu bedenken:
in Hilfe:Tabellen heißt es u.a.: Jedoch sollte man Tabellen nicht als grafisches Gestaltungsmittel einsetzen, sondern nur dann benutzen, wenn zwischen Tabellenzellen und ihren Zeilen und Spalten semantische Beziehungen bestehen. [...] Andererseits sind Tabellen komplizierter als normaler Text. Deshalb sollten sie nur dort eingesetzt werden, wo sie tatsächlich für bessere Übersicht sorgen. Überlege immer, ob du die Informationen nicht auch in einer einfachen Liste unterbringen kannst ...
Um eher inhaltlich zu arbeiten und auch deutlich zu machen, daß es mir nicht darum geht, die Verdienste von Phoenix-R um den Artikel Polynesien durch endlose Layout-Diskussionen zu schmälern, habe ich hier auch nicht weiter meine Meinung geäußert, sondern an entsprechender Stelle (Verweis in Wikipedia:Tabellen zu Wie sehen gute Artikel aus) einen Bezug zwischen Standards der Gestaltung und Qualität angedeutet. Ein Beharren auf der meiner Ansicht nach nicht ausreichend begründeten Verwendung von Sonderformaten wäre für mich ein Grund, gegen die Einstufung des Artikels als exzellent zu argumentieren.
Im Abschnitt Tabellen einbinden in Wie sehen gute Artikel aus habe ich hinzugefügt: Die Einhaltung dieses Standards erhöht die Übersichtlichkeit des Quelltextes und erleichtert so auch weniger versierten Autoren die Bearbeitung.
In mehreren Artikeln hat der gleiche Autor Listen oder Standardtabellen (nach Tabellen einbinden) durch individuell gestaltete Tabellen ersetzt. Ist das ein Versuch, durch vermehrte Anwendung einer von m.E. wohlbegründeten Standards abweichenden Tabellengestaltung solche Abweichungen zu etablieren?
Melanesien
Takuu
Administrative Gliederung Naurus
Südinsel (Neuseeland)
Nordinsel (Neuseeland)
--ThT 16:11, 18. Aug 2006 (CEST)
"[...] Irgendwelche neuen Standarts bezüglich der Tabellen einzuführen war ganz sicher nicht meine Absicht. Ich bitte darum, mir hier keine bösen Absichten zu unterstellen. Allerdings spiele ich dank dieser Anregung jetzt mit dem Gedanken, eine Reihe hübscher und leicht zu bedienender Tabellen-Vorlagen zu entwickeln, denn das Argument, dass Tabellen der Art wie ich sie hier eingesetzt habe von unerfahrenen Nutzern schwer zu bearbeiten sind, ist natürlich stichhaltig. Gruß --Phoenix-R 17:15, 20. Aug 2006 (CEST)"
Es war eine Feststellung und sich eine daraus ergebende Frage - keine Unterstellung. Vor der Entwicklung neuer Vorlagen für Tabellen sollte m.E. gut und ausführlich begründet werden (nicht hier, sondern dort, wo andere Autoren um die Einhaltung von gestalterischen Standards bemüht sind), warum über die bisher für die Wikipedia ausreichenden 2 Standard-Vorlagen hinaus neue Vorlagen notwendig sind und wo sie Verwendung finden sollen (siehe auch: Form follows function). Der Unterschied zwischen wünschenswert und notwendig erscheint mir besonders im Zusammenhang mit Standards sehr wichtig zu sein. Je überschaubarer Standards sind, desto leichter sind sie einzuhalten bzw. durchzusetzen. Auch ich finde manches schöner und anderes weniger schön - aber das Projekt Wikipedia ist m.E. vor allem wegen der guten Inhalte und der damit zusammenhängenden Akzeptanz von Standards wichtig. Gruß, --ThT 11:10, 21. Aug 2006 (CEST)
Geographie: Karten [Bearbeiten]
verwendbar?
commons:Category:Maps of Oceania
--ThT 14:33, 17. Aug 2006 (CEST)
Hmm, so eine Mischung aus allen drei? ;) Was vielleicht zum selber basteln ganz gut wäre, wenn man das ganze auf Basis einer der 8-MB-Weltkarten erstellen könnte (siehe unten auf [1]). Nur wer traut sich da ran? Da müßte man tatsächlich jedes kleine Atoll (gerade im Zentrum Polynesiens) hervorheben und die Grenzen eintragen. Das könnte eine Mammutaufgabe werden. --Triggerhappy 14:40, 17. Aug 2006 (CEST)
Die polynesischen Sprachen [Bearbeiten]
Abschnitt ist redundant und m.E. hier entbehrlich wegen des Artikels Polynesische Sprachen. --ThT 12:29, 18. Aug 2006 (CEST)
Dann wäre eine kurze Zusammenfassung sinnvoll und eine Verlinkung auf den Hauptartikel. Eventuell dort fehlendes mit den Informationen aus diesem Artikel ergänzen. Was denkt der Hauptautor dazu? --Triggerhappy 12:36, 18. Aug 2006 (CEST)
Der Verweis reicht. Was im Artikel Polynesische Sprachen fehlt, sollte dort ergänzt werden. Siehe auch: Wikipedia:Verlinken (u.a. im Abschnitt Sinnvoll oder nicht?) --ThT 14:11, 18. Aug 2006 (CEST)
Naja, aber eine kurze Zusammenfassung sieht immer besser aus. Z.B. wie in Länderartikeln, in denen die Geschicht kurz zusammengefaßtz wird und direkt unter der Überschrift auf den Hauptartikel verwiesen wird. Dann stößt der Lesern nicht einfach so auf eine "Leere" überschrift (finde ich immer ein wenig deprimierend ;)). --Triggerhappy 14:22, 18. Aug 2006 (CEST)
Macht Sinn. Wußte nichts von dem Artikel über polynesische Sprachen. Den kann man dann ja erweitern. Überlege nur, wie und wo man den Link unterbringt. Ein paar erklärende Worte sollten schon sein. Gruß --Phoenix-R 14:35, 18. Aug 2006 (CEST)
Schau z.B. mal in Frankreich#Geschichte rein. So wird das standardmäßig gehandhabt. Ist auch glaube ich die sinnvollste Lösung. Gruß --Triggerhappy 14:38, 18. Aug 2006 (CEST)
Eine "Leere" Überschrift ist nicht notwendig, da es den Abschnitt Siehe auch gibt. Redundanz - auch teilweise - finde ich hinsichtlich der Pflege nicht sinnvoll. Wer den Artikel Polynesische Sprachen verbessern will, sollte nicht zusätzlich auch andere Artikel überprüfen müssen. Wenn die Überschrift unbedingt belieben soll, reicht doch darunter vielleicht der Satz
Zur Familie der austronesischen Sprachen gehören in der Untergruppe "Malayo-Polynesische Sprachen" die Polynesischen Sprachen (siehe dort).
Im "siehe auch" finde ich das Thema zu verloren und dafür zu wichtig in einem Übersichtsartikel wie Polynesien. Und einfach nur einen Satz unter einer Überschrift finde ich auch ärmlich. Zusammenfassungen sind da auch nur bedingt redundant, sondern geben (ähnlich dem Satz den Du formuliert hast, nur länger) nur das wichtigste wieder, damit man sich einen schnellen Überblick verschaffen kann, ohne den ganzen Polynesische-Sprachen-Artikel lesen zu müssen. Wie gesagt, dass wir in anderen Artikeln ähnlicher Natur standardmäßig gemacht und bereit auch dort keine größeren Pflegeprobleme. Gruß --Triggerhappy 16:55, 18. Aug 2006 (CEST)
Was das wichtigste ist, halte ich für ziemlich subjektiv. den schnellen Überblick kann sich der Leser verschaffen, wenn er dem Link folgt und dann selbst entscheidet, wie weit er sich in den Artikel Polynesische Sprachen vertieft. Wenn sich der Artikel Polynesische Sprachen stark verbessert (und dazu ist im Vergleich zu anderen Artikeln im Portal Sprache sicher noch Raum) müßte eine Zusammenfassung in Die polynesischen Sprachen wieder überarbeitet werden. Mein Vorschlag berücksichtigt die Hinweise in Wikipedia:Redundanz, u.a.: Ein einführender Satz und danach ein Link auf den tiefergehenderen Artikel sind natürlich in Ordnung. --ThT 17:51, 18. Aug 2006 (CEST)
Nun, der Artikel polynesische Sprachen beschreibt im wesentlichen die verschiedenen Zweige und in einem gewissen Ausmaß Syntax und Grammatik. Ich habe Kahuroa gebeten, sich das mal anzuschauen, denn hier müssen wir in jedem Fall erweitern und versäubern. Der Aspekt der Nutzung verschiedener Bedeutungsebenen von Sprache in der polynesischen Kultur ist allerdings nicht Thema dieses Artikels und sollte es auch nicht sein, denn hier handelt es sich um ein spezifisches kulturelles Phänomen, das nur im Zusammenhang mit anderen Inhalten der polynesischen Kultur verständlich beschrieben werden kann. Hier kommen beispielsweise die „codierten Sternkarten“, Tänze usw. in's Spiel. Das ist ein Thema, welches ich ohnehin demnächst angehen wollte. Ich schlage deshalb vor, für den Moment einfach die Sätze, welche sich mit diesen Bedeutungsebenen befassen unter momentaner Beibehaltung der Überschrift im „Polynesien-Text“ zu belassen und von dort auf den „Sprach-Artikel zu verlinken. Den Rest (Tabelle etc.) kann man bereits jetzt dorthin verlegen Wenn ich diese "Bedeutungsebenen-Geschichte" dann später in andere Kapitel integriert haben werde, erübrigt sich eine eigene Artikelüberschrift „polynesische Sprachen“ ohnehin. Ist halt alles noch eine Baustelle. Gruß --Phoenix-R 18:38, 18. Aug 2006 (CEST)
Wegen der Tabelle siehe: Tabellen in anderen Artikeln. --ThT 18:51, 18. Aug 2006 (CEST)
Habe den Reverenz-Link zur Steinzeit rausgenommen, da er zumindest auf meinem Computer in's Leere führte. (Da rührte sich nix...) Aber der „normale“ Link auf „Steinzeit“ sollte ja auch genügen. Mit den polynesischen Sprachen müssen wir noch ein wenig warten. Kahuroa hat den diesbezüglichen Artikel kurz gesichtet und ist zum Ergebnis gekommen, dass dieser schwere Mängel aufweist. Ich hatte so etwas befürchtet. Jetzt müssen wir den wohl auch erst einmal auf Vordermann bringen. Irgendwelche neuen Standarts bezüglich der Tabellen einzuführen war ganz sicher nicht meine Absicht. Ich bitte darum, mir hier keine bösen Absichten zu unterstellen. Allerdings spiele ich dank dieser Anregung jetzt mit dem Gedanken, eine Reihe hübscher und leicht zu bedienender Tabellen-Vorlagen zu entwickeln, denn das Argument, dass Tabellen der Art wie ich sie hier eingesetzt habe von unerfahrenen Nutzern schwer zu bearbeiten sind, ist natürlich stichhaltig. Gruß --Phoenix-R 17:15, 20. Aug 2006 (CEST)
Tabu: Bild [Bearbeiten]
In der Version vom 18:51, 18. Aug 2006 hat Triggerhappy die Bezeichnung Hawaiianische Steinfigur in Hawaiianische Steinfigur einer Gottheit geändert. Woher ist bekannt, daß es sich um eine Gottheit handelt - wenn ja, um welche? Bitte Wikipedia:Zusammenfassung und Quelle berücksichtigen und (vor allem bei Konkretisierungen) die Quellen nennen. --ThT 09:59, 21. Aug 2006 (CEST)
Alle derartigen Figuren in der polynesischen Kultur sind Götzenbilder. Ich verstehe aber deinen Einwand gegen diese ursprünglich von mir gewählte Bezeichnung, da sie dem monotheistisch-christliche Sprachgebrauch entstammt. Dennoch erschien mir diese Bezeichnung am zutreffensten, da sie mit zum Inhalt hat, dass dem Abbild eigene ("göttliche" oder "magische")Kräfte zugesprochen wurden. Eigentlich ist "Abbild einer Gottheit" deshalb noch zu schwach, aber mangels eines besseren und nicht "belasteten" Begriffes müssen wir uns wohl damit behelfen. Gruß --Phoenix-R 18:46, 21. Aug 2006 (CEST)
Habe gerade dieses Jahr in Hawai'i gelernt, daß die Beziehung zwischen dem Bild und der damit verbundenen Kraft offenbar keine der Art Kraft =/~ Eigenschaft des Bildes ist. Vielmehr scheint das Bild eher Mittler zu sein, um mit der Kraft (mana) in Kontakt zu treten. Dabei hängt es eher von den entsprechenden Fähigkeiten desjenigen ab, der den Kontakt herstellen will, als von den Eigenschaften des (Ab-)Bildes, ob und wie die Wirkung erzielt wird. Mir sagte man, daß es ein typisch europ./westl. Mißverständnis sei, Gegenstände als Träger von "mana" anzusehen. Anders ist es vielleicht bei den Knochen von Häuptlingen - aber sicher bin ich da nicht, da hier auch nicht die Knochen selbst sondern die akua verehrt werden. --ThT 20:56, 21. Aug 2006 (CEST)
Dies ist eine moderne Interpretation des Vorgangs. Die alten Polynesier sahen dies anders. Die grundsätzliche Idee, dass Mana sehr spezifisch in bestimmten Formen fließt veranlasste sie dazu, derartige Formen zu verfertigen. Also schufen sie sehr bewußt derartige "Götzen" oder magische Obiekte. Gruß --Phoenix-R 23:14, 21. Aug 2006 (CEST)
Woher wissen wir, wie dies die alten Polynesier sahen? Natürlich sind wir geneigt, die westlichen Interpretationen für die richtigen zu halten, weil sie besser in unsere Vorstellungswelt passen. Ich weiß nur (für Hawaii), daß der kumu, der mir dies erläutert hat, auf eine ungebrochene Überlieferungskette zurückgreift und die Ansicht ablehnt, Gegenstände einfach als Träger von "mana" anzusehen. Für ein komplexeres und vielschichtigeres Konzept von mana spricht m.E. auch dieses Zitat:
What the Hawaiians call mana, or supernatural power able to manifest itself in many ways, had come upon Hiiaka. She found this power growing within her as she overcame obstacle after obstacle in the progress of her journey. p. 92 in WESTERVELT: HAWAIIAN LEGENDS OF VOLCANOES
Das ist - glaube ich - mehr als eine einmal zugewiesene Kraft, die bestimmte Eigenschaften oder Fähigkeiten hat. Gruß, --ThT 15:17, 22. Aug 2006 (CEST)
Tja, wer kam zuerst, die Henne oder das Ei? Wie kommt das Mana in das Ding und wessen Mana ist es dann letztendlich? Die alten Polynesier hatten in vielen Punkten eine Auffassung von Mana, die in westlich/europäischen Augen seltsam anmutet. Auf Hawaii waren sie beispielsweise der Auffassung, das Mana seines Trägers würde verletzt, wenn man über dessen Schatten steigt. Da gab es eine Reihe Seltsamkeiten. Das ganze Adelssystem ruhte auf der seltsamen Annahme, ein Mensch aus einer genealogisch den Göttern nahestehender Familie wäre von Natur aus Träger großen Manas. Es war eine Welt, die nicht in unserem Sinn zwischen Diesseits und Jenseits unterschied und daher eine ganz eigene „Logik“ entwickelte. Gruß --Phoenix-R 16:38, 22. Aug 2006 (CEST)
Die Diskussion mit Phoenix-R hat mich zu weiterer Recherche angeregt (allerdings beschränkt auf Hawai'i, die Übertragbarkeit auf Polynesien kann ich nicht beurteilen):
David Malo: Hawaiian Antiquities (Bernice Pauahi Bishop Museum Special Publication). Bishop Museum Press, Honolulu 1987, ISBN 0-910240159
Chapter 23: "The worship of idols", vor allem sect. 23-27 (pp. 83f.) und Notes on Ch. 23 by W. D. Alexander (pp. 84f.), besonders note 16 (p. 85), u.a. idols as "means of communication with unseen divinities".
Dies scheint Alexanders Meinung zu sein und er weicht wohl deshalb von Malo ab, weil dieser mit der prominenten Erwähnung des einen Gottes Raum für Zweifel an einer neutralen Beurteilung läßt.
ebenda p. 41 wird genannt: Alexander's Hawaiian History, p. 41 (dieses Buch habe ich nicht)
zu dieser Quelle: "Born and raised in the court of Kamehameha I, David Malo (ca. 1793-1853) provides one of the few authentic sources of information on the ancient beliefs and practices of Hawaiians. This engrossing study, completed in 1839, tells of the material world and activities of Malo's people, as well as their origins, myths, and beliefs." ([2])
Nach dieser Recherche scheint es mir auch möglich zu sein, daß eine im Vergleich zum alten Hawai'i modernere christliche Betrachtungsweise die "primitive" Verehrung von Gegenständen annahm und eine heutige Interpretation von Idolen als Kommunikationsmittel zu "spiritual gods" wiederum den Vorstellungen der alten Hawaiianer näher ist. Dafür spräche auch die oben (15:17, 22. Aug 2006) genannte Erläuterung des kumu. --ThT 15:26, 23. Aug 2006 (CEST)
Be careful with drawing any information from David Malo. Although the book seems to have a good provenance, in fact it is unreliable and far from authentic in the sources it draws upon. There are much better sources. Kahuroa 21:21, 23. Aug 2006 (CEST)
That's what I tried to describe in the german part: could it be, that the christan interpretation of Malo provides information about the pre-christian views? Can you list some of the better sources? --ThT 10:46, 24. Aug 2006 (CEST)
Well, there has been a great deal of rubbish published about Polynesia generally, and you have to be very careful, especially with 19th century and early 20th century books. I don't claim to be an expert on Hawaiian material, so I won't dare to give you a list, but Malo doesn't read like genuine tradition to me. A lot of Hawaiian material has been strongly influenced by Christian sources, ie the Bible, as I am sure you know as well as I do. I would trust Beckwith more, her work is pretty sound, tho even she can get muddled at times - for instance with names, occasionally she mistakenly Hawaiianizes names from other parts of Polynesia. An easy kind of mistake to make, I am sure New Zealand writers occasionally Māori-ize the names of deities from elsewhere too. Beckwith though, is not a recent writer. All I can advise is to try to get recently published material published by the Bishop Museum or the University of Hawaii Press. Kahuroa 11:54, 24. Aug 2006 (Sign. nachgetragen nach [3]--ThT 10:33, 4. Sep 2006 (CEST))
Zur Bildunterschrift der Abbildung Ethnologisches Museum Dahlem Berlin Mai 2006 011.jpg:
• Die Objektbeschriftung in der Ausstellung des Ethnologischen Museums in Berlin-Dahlem lautet: "Steinfigur, Hawaiʻi. Slg. Arning, 1887" (Stand: 15.09.2006).
• Der zuständige Wissenschaftler des Fachreferats Südsee, Australien gab die Auskunft (15.09.2006), daß eine genauere Zuschreibung weder aus Unterlagen der Sammlung Arning noch aus anderen Quellen bekannt sei.
Solange eine genauere Zuschreibung nicht belegt werden kann, erscheint die neutrale Bezeichnung Steinfigur dem Forschungsstand angemessen zu sein. --ThT 18:23, 15. Sep 2006 (CEST)
Valerio Valeri schreibt in Kingship ans Sacrifice. Ritual and Society in ancient Hawaii, dass Götter sich grundsätzlich auf dreierlei Weise manifestieren: als Mensch, als Götterstatue (ki'i) und als Tier oder Pflanze bzw. Naturprozess. Demnach wäre das Götterbild eine Manifestation der Gottheit selbst. 84.171.222.22 16:05, 17. Sep 2006 (CEST)
Wäre es möglich, die entsprechende Passage im Wortlaut (in engl.) mit Seitenangabe zu zitieren? Dann gäbe es für die unterschiedlichen Interpretationen Quellen. --ThT 08:23, 19. Sep 2006 (CEST)
für Hawaiʻi Diskussion weiter unter: Diskussion:Hawaiische Religion#Diskussion:Hawaiische Religion --ThT 06:08, 8. Dez. 2006 (CET)
Kultur [Bearbeiten]
"Habe den Reverenz-Link zur Steinzeit rausgenommen, da er zumindest auf meinem Computer in's Leere führte. (Da rührte sich nix...) Aber der „normale“ Link auf „Steinzeit“ sollte ja auch genügen. [...] Gruß --Phoenix-R 17:15, 20. Aug 2006 (CEST)"
Dann solltest Du die Einstellungen in Deinem Browser prüfen. In der entsprechenden Version (Version vom 18:30, 18. Aug 2006) führt der Link im Abschnitt Kultur zum Abschnitt Quellen, von dort aus wird zur stabilen Versionsseite (ermittelt mit Spezial:Cite) verlinkt, wie in Zitieren aus der Wikipedia bzw. Wikipedia:Einzelnachweise beschrieben. Vor der Speicherung hatte ich in der Vorschau die Funktionsfähigkeit der Links geprüft.
Die jetzige Fassung ist aus mehreren Gründen nicht korrekt:
Die "ersten Europäer, die mit ihnen in Kontakt kamen" (also im 18. Jh.) konnten sie nicht als steinzeitlich klassifizieren, da die Dreiteilung erst seit etwa 1830 in Gebrauch kam.
Nicht erst "die moderne Geschichtswissenschaft" beschränkt den Gebrauch dieser Dreiteilung (siehe Steinzeit).
Es gibt viel frühere europäische Seefahrer (z.B. Wikinger als die Portugiesen, Spanier und Engländer.
Daher werde ich die (von Triggerhappy korrigierte) Version (18:32, 18. Aug 2006) wiederherstellen. Für inhaltliche Änderungen halte ich den Begriff Glättung als Zusammenfassung nicht für ausreichend. In diesem fortgeschrittenen Stadium schlage ich deshalb vor, Änderungen detaillierter zu begründen und vorher genau zu recherchieren. --ThT 10:40, 21. Aug 2006 (CEST)
So, diesmal funktioniert der Link. Warum das vorher nicht ging ist mir ein Rätsel. Damit, dass die ersten Europäer den Begriff "Steinzeit" noch nicht kannten, hast Du recht. Am besten reverenzieren wir deshalb überhaupt nicht mehr darauf oder aber wir müßten auch noch den Artikel "Steinzeit" überarbeiten, denn die dort getroffene territoriale Einschränkung wird nicht von allen Historikern geteilt. Auch bezüglich Polynesiens wird da durchaus von Steinzeit gesprochen (Besiedlung) Natürlich gab es vor den Engländern und Co europäische Seefahrer, aber die kamen nicht mit den Polynesiern in Berührung. Mist, muss wieder an die Arbeit. Melde mich später wieder Gruß --Phoenix-R 18:58, 21. Aug 2006 (CEST)
Würde den Link beibehalten - die Widersprüche im Artikel Steinzeit (bzw. mit Jungsteinzeit) sollten dort geklärt werden. Ich glaube es ist nur mißverständlich formuliert: gemeint ist die Zeit, die in Europa/Westasien/Nordafrikas eben Steinzeit ist, also wird der Begriff einmal als Kulturbegriff und einmal als Bezeichnung einer zeitlichen Epoche verstanden (letzteres mit eurozentrischer Tendenz). Eben wegen des Widerspruchs habe ich die Form der Einzelreferenz gewählt - und gerade für Polynesien ist der Begriff der Steinzeit als Kulturbegriff denkbar ungeeignet. Gruß, --ThT 21:05, 21. Aug 2006 (CEST)
Mit der ( sicher nicht sinnvollen) Einordnung unter "Steinzeit" als Kulturbegriff hast Du vollkommen recht. Das würde ja implizieren, die Polynesier wären in diesem Stadium "stehengeblieben". Genau das waren sie aber nicht, hatten im Gegenteil sogar die Herstellung von Töpferware (Lapita) wieder aus ihrem kulturellen Katalog gestrichen, als sich diese in ihrem Siedlungsraum als unsinnig erwies und statt dessen adäquate andere Techniken entwickelt. Das Problem scheint mir zu sein, dass die Anfänge der Besiedlung dieses Seeraumes zu Zeiten geschah, die von einigen Historikern generell in den Bereich der "Steinzeit" gelegt werden und sich ebendiese Historiker anscheinend selbst nicht sicher sind, ob sie diesen Begriff eurozentrisch oder weltweit interpretieren sollen. Puh! Bin da etwas ratlos. Lassen wir es jetzt doch einfach bei Deiner Version, bis wir diesbezüglich mehr Klarheit haben. Eigentlich ging es mir bei meiner Änderung vordringlich um den sprachlichen Stil. Deshalb hatte ich als Motiv "Glättung" angegeben. Aber Du hast schon recht, da sollte ich genauer sein. Danke übrigens, dass Du die Tabelle verlagert hast. Derzeit komme ich zu fast gar nix mehr und versuche nur noch, irgendwelche "Prioritäten" abzuarbeiten, wenn ich in WP bin. Dienstleistungsgewerbe ist eben so: Mal hast du Zeit ohne Ende, dann "plagen" die Kunden dich wieder ohne Unterlass. Letzteres ist mir allerdings lieber. Ich schalte meinen Laptop halt immer ein, wenn ich unterwegs ein bischen Ruhe finde. Deshalb meine oft zeitlich verzögerten Reaktionen. Gruß --Phoenix-R 23:07, 21. Aug 2006 (CEST)
Re the Stone Age thing - if you live on an isolated atoll, with no metal resources (and no clay to make pots with), how is it possible to develop a so-called "advanced" culture? Kahuroa 02:22, 23. Aug 2006 (CEST)
Phoenix-R: Beendigung meiner Mitarbeit an WP [Bearbeiten]
Hallo @Thomas Tunsch. Gratuliere! Du hast es geschafft! Seit Du Dich neuerdings in die Diskussion um den Polynesien Artikel eingeschaltet hast, schalte ich meinen PC nur noch mit täglich wachsendem Unbehagen ein. Grund: Deine ständigen Nörgeleien. Du magst mit einigen Deiner Kritikpunkte ja durchaus richtig liegen, doch die Art und Weise, wie Du sie anbringst ist einem positiven Arbeitsklima nicht förderlich. Um eine konstruktive und freundschaftliche Mitarbeit scheint es Dir offensichtlich nicht zu gehen, sonst hättest Du Dich auf positive Art in die Arbeit eingeklinkt und gelegentlich etwas zur Erweiterung des Artikels beigetragen, so wie es seit geraumer Zeit von Kahuroa und von Triggerhappy geleistet wird. Dir scheint es statt dessen nur darum zu gehen, herumzukritteln und selbst wenn Du einmal etwas Positives tust, wie z.B. den Ausbau des ulul Artikels, dann geht dies bei Dir offensichtlich nicht ohne unnütz spitze Bemerkungen ab. Jetzt schaffst Du es augenscheinlich auch noch Kahuroa zu verärgern, einen Mann, der im Gegensatz zu Dir immer freundlich und hilfsbereit wertvollste Recherche-Arbeit betrieben hat. Auch Triggerhappy war schon einigermaßen irrtiert von der Art, wie Du Dich „einbringst“. Kurz: Du vergiftest das Arbeitsklima. Ich selbst hatte mich während der vergangenen Wochen intensivst mit Recherchen zum Thema beschäftigt und den Artikel entsprechend ausgebaut. Jetzt muß ich damit rechnen, dass diese ganze Arbeit von Dir Stück für Stück zerredet und verwässert werden wird. Oder aber mit einem langwierigen Edit-War über so „wichtige“ Themen wie die „Standardisierung von Tabellen“ oder solchen Käse wie die „europäischen Seefahrer die sich selbst Entdecker nannten“. Viel Spass beim „Standardisieren der Wikipedia.“ Ich bin sicher, Du wirst mit Deinen Nörgeleien noch viele wertvolle, weil konstruktive Mitarbeiter zur Aufgabe bringen. Ich sage hier einfach: Wehret den Anfängen. Wenn meine Arbeit hier ohnehin dazu verdammt ist, dank Leuten wie Dir in's Mittelmaß abzugleiten, muß ich sie mir ja nicht erst machen. Gruß --Phoenix-R 08:45, 23. Aug 2006 (CEST)
Meine Bemühungen um sachliche Diskussion lassen sich dort nachlesen, wo ich dies versucht habe. Die Ankündigung des Ausscheidens von Phoenix-RPhoenix-R bedauere ich sehr, da ich seine Arbeit schätze. --ThT 09:43, 23. Aug 2006 (CEST)
This is a tragedy - Phoenix-R has done such great work that could raise the standard of this Wikipedia and of others. Kahuroa 10:40, 23. Aug 2006 (CEST)
Die Geschichte geht weiter und hier eine offene Entschuldigung an Thomas Tunsch. Gruß Merlinor disk 23:30, 3. Jun. 2007 (CEST)
Besiedlung [Bearbeiten]
Ist die Literaturangabe Kerry R. Howe: The Quest for Origins. Who first discovered and settled the Pacific islands? (Honolulu 2003) auch die Quelle für die kürzlich zugefügten Ergebnisse der "Forschungsgruppe Atholl Anderson, Australian National University Canberra"? Falls nicht, bitte wieder den Hinweis auf fehlende Quellen anbringen, um die entsprechenden Richtlinien und Konventionen (vor allem zum Ziel von Quellenangaben) einzuhalten. --ThT 08:42, 5. Okt 2006 (CEST)
Hallo Thomas. Quellen sind toll. Also: Frag' den Autoren des betreffenden Zusatzes nach seinen Quellen. Bau' bitte nicht Bausteine über ganze Abschnitte, weil Dir ein Absatz nicht gefällt. Zum Rest: Nein, die Besiedelung Polynesiens ist grundsätzlich wissenschaftlich nicht geklärt, wird vermutlich auch nicht eindeutig zu klären sein – zumindest hierüber sind die Wissenschaftler sich bislang einig – und genau dies habe ich bei der Anlage des Abschnittes deutlich zu machen versucht. Gruß --Phoenix-R 01:44, 19. Okt. 2006 (CEST)
Bitte meinen Diskussionsbeitrag und die Verweise dazu lesen. Für einen Nutzer, der sich zu den verschiedenen Besiedelungstheorien weiter informieren möchte, ist es z.Zt. nicht möglich, schnell zu den entsprechenden Quellen (Literatur, Weblinks, Einzelnachweise) zu gelangen. Wenn ich die entsprechende Diskussion richtig verstanden habe, hat der Hinweis auf fehlende Quellen diesen Zweck und stellt darüber hinaus keine inhaltliche Kritik dar. Zur Einzelfrage der "Forschungsgruppe Atholl Anderson, Australian National University Canberra" habe ich auf der entsprechenden Diskussionsseite einen Hinweis angebracht. Gruß, --ThT 11:28, 19. Okt. 2006 (CEST)
Habe Löschfix um Angabe einer Quelle gebeten. Gruß --Phoenix-R 19:12, 19. Okt. 2006 (CEST)
Lesenswert-Kandidatur: Polynesien (Archivierung Abstimmung 5. bis 12. Februar 2007) [Bearbeiten]
Ein sehr schöner Artikel mit vielen interessanten Bildern. Stimmungsvoll und fundiert. --RenHoek 22:24, 5. Feb. 2007 (CET)
ömmm, die Beschreibung des Kulturraums ist soweit ich das einschätzen kann ganz fabelhaft gelungen, aber dafür ist der geografische Teil arg zu kurz gekommen. Im Abschnitt Geografie hätte ich eine Einteilung der Inseln in Archipele oder Staaten erwartet, die kommt dann aber erst ganz zum Ende (Karte wäre da sehr hilfreich), über Atolle, Vulkanismus könnte man sicher noch ein paar Meter schreiben. Sowie über die europäischen „Entdecker“. Über Gauguin, die Bounty, Melville und europäische Südseeromantik könnte man wohl besser unter dem Lemma Südsee schreiben, aber da ist nicht mal ein Link darauf zu finden. Und die Einbeziehung Neuseelands kommt mir etwas seltsam vor: das zählt sicher zum polynesischen Kulturraum, aber i.a. versteht man doch (zumindest in der Geografie) unter dem Begriff die Südseekleininselwelt? Neuseeland verzerrt für den unbedarften Leser, der wie ich den Artikel mit dieser Erwartung den Artikel liest, auch Aussagen wie Die Gesamtbevölkerung Polynesiens wird heute auf ungefähr sechs Millionen Einwohner geschätzt. Überhaupt, da dass ganze ja ein vor allem ein Ethnologie-Artikel ist: wäre das nicht alles viel besser unter Polynesier aufgehoben? ratlos, --Janneman 22:56, 5. Feb. 2007 (CET)
Neuseeland gehört wohl zu Polynesien, aber die Vielschichtigkeit des Begriffs von der wörtlichen Bedeutung über die geographische bis zum Kulturraum müßte klarer herausgearbeitet werden. Das "ethnologische Übergewicht" ließe sich im Rahmen einer Überarbeitung sicher ausbalancieren (Deine Hinweise auf geologische Themen wären z.B. ein Ansatz). Einige Abschnitte, bei denen es Verweise auf andere Hauptartikel gibt, könnten vielleicht auch gestrafft werden. --ThT 09:12, 6. Feb. 2007 (CET)
Contra Der Artikel hat durchaus das Potential für eine Auszeichnung, allerdings scheint er mir derzeit noch nicht reif dafür zu sein. Der Artikel trägt in Darstellungsweise und Stil deutlich die Handschrift eines Autors, der hier Großes geleistet hat. Gemeinsame Anstrengungen weiterer Autoren könnten sicher gut darauf aufbauen und damit auch hier den gemeinschaftlichen Charakter der Arbeit an der Wikipedia deutlich werden lassen.
Im einzelnen sehe ich folgende Bereiche, die m.E. nicht ausgewogen genug dargestellt sind und die über die allgemeinen Quellenangaben hinaus mehr Nachweise einzelner Feststellungen vertragen könnten:
Besiedlung (siehe auch Diskussion zu Besiedlung)
Kultur (siehe auch Diskussion zu Kultur), z.B.:
Die sozialen Institutionen und Hierarchien waren im Prinzip durchlässiger, allerdings wurde ihr grundsätzlicher Erhalt mit großer Härte durchgesetzt.
Die polynesischen Gesellschaften trugen einen ausgesprochen kriegerischen Charakter und häufige Kriegszüge zwischen rivalisierenden Stämmen waren üblich. Diese Kriege wurden nicht selten mit ausgesprochener Grausamkeit geführt und in vielen Stammesgruppen gehörten Menschenopfer sowie Kannibalismus zum Alltag derartiger Auseinandersetzungen.
Religion (siehe auch Diskussion zu Religion, Tabu, Bild)
Der Bezug der Bilder zum Text und der Charakter zusätzlicher Information ist nicht überall deutlich genug.
In den Abschnitten Literatur und Weblinks sollte durch Unterteilungen oder Kommentare deutlicher werden, welchen Themen im Artikel die einzelnen Quellen zuzuordnen sind.
Mein Vorschlag: Überarbeitung (review und eine systematische Überarbeitung anhand von "Wie schreibe ich gute Artikel". --ThT 09:12, 6. Feb. 2007 (CET)
Contra Sehr interessant, aber viel, viel zu überladen und unfokussiert. Bitte ungefähr die Hälfte des Inhaltes auslagern / zusammenfassen und fehlende Aspekte in ähnlicher Qualität ergänzen. Traitor 00:04, 7. Feb. 2007 (CET)
Contra Da der Hauptautor des Artikels die Wikipedia verlassen hat, ist eine wesentliche Erweiterung des Lemmas und eine Behebung etwaiger Mängel derzeit nicht zu erwarten. Der Autor hätte im übrigen niemals zugestimmt, den Artikel hier überhaupt zur Wahl zu stellen, da er sich der Unvollständigkeit der bisherigen Arbeit überaus bewusst war. --Merlinor disk 13:47, 7. Feb. 2007 (CET)
da ich für Fairness bin - der Autor hat Wikipedia nicht endgültig verlassen, er hat auch weiterhin einen Account hier, er arbeitet nur nicht mehr an diesem Artikel. Ein Review wäre IMHO nicht die schlechteste Idee --Dinah 11:58, 9. Feb. 2007 (CET)
Contra dito --ThT --Hufi @ 08:53, 10. Feb. 2007 (CET)
Der Schmarrn hat sich damit ja hoffentlich erledigt. Ich erwarte, dass Kollege ThT den Artikel im Rahmen eines "Reviews" auf einen "WP-gemäßen Standard" hebt. Immerhin hat er ja nicht ohne Erfolg erreicht, dass der eigentliche Autor sich frustriert vom Thema zurückgezogen hat. Jetzt möchte ich einen Konstruktiven Einsatz seiner Seite erleben... (...*Zweifel*...) (Dieser Text nur jetzt am zwölften zur Kenntnisnahme des abarbeitenden Admins. Raus mit der Geschichte aus den wählbaren Titeln! ) --Merlinor disk 03:46, 12. Feb. 2007 (CET)
Ratten [Bearbeiten]
Irgend jemand sollte den Zusatz der unbekannten IP bezüglich der Ratten entfernen, die angeblich von den Polynesiern auf ihren Inseln willentlich ausgesetzt wurden, um Zugriff auf tierisches Protein zu erhalten. Tatsache ist, dass die Polynesier im Zuge ihrer Besiedelung diverser Inselgruppen die bis dahin dort fremde Ratte unwillentlich eingeschleppt haben. Mangels natürlicher Feinde entwickelten sich die Rattenpopulationen in diesem neuen Lebensraum prächtig. Den Polynesiern war sehr bewusst, dass sie es hier mit einer Plage zu tun hatten, die ihre eigenen beschränkten, landgestüzten Nahrungsressourcen bedrohte. Also bejagten sie diese Fressfeinde. Da die Ratte gleichzeitig eine Quelle tierischen Proteins darstellte, war es für die Polynesier nur natürlich, dass sie erbeutete Ratten in den Kochtopf wandern liessen. Entsprechende Knochenfunde sind daher nicht verwunderlich. Es wäre erfreulich, wenn man sich in der WP darum sorgen würde, dass sorgfältig recherchierte Artikel nicht durch derartig unqualifizierte Einträge entstellt werden. Mit Sorge und Bedauern... --Merlinor disk 00:35, 8. Mär. 2007 (CET)
Tja: Niemand interessiert anscheinend noch das Inhaltliche. (Politik und Selbstdarstellung sind halt wichtiger!) Um es mal klar auszudrücken: Alles, was von Phoenix-R hier beigetragen ward, wird von Brockhaus und Enzyklopaedia Britannica bestätigt und ist, falls es darüber hinausgeht, durch Quellen belegt. Wilde Vermutungen ohne stichhaltige Belege von IP's sollten daher besser überprüft und nötigenfalls entfernt werden. Gruß --Merlinor disk 01:15, 11. Mär. 2007 (CET)
Zum Thema Ratten. Ich habe die Info, dass diese von den Polynesiern mitgenommen wurden so selber im Artikel [Lapita] verwendet: ... pazifischen Ratte. Sie wurde als lebender Proviant auf langen Seefahrten vor Ankunft der Europäer mitgeführt .... Es mag sein, dass das später so nicht mehr gemacht wurde. Immerhin dürften die von den Europäern eingeschleppten Ratten unbeabsichtigt dort hin gekommen sein. Möglicherweise stammt die Info der IP aus der gleichen Quelle, die auch ich verwendet habe, wobei es sich dann auf die Lapita-Kultur bezieht. Die Polynesier haben dann die Raten schon vorgefunden. Ob zur Zeit der Polynesier noch derartiger lebender Proviant auf den Reisen benötigt wurde, weiß ich nicht. --Zahnstein 15:17, 12. Mär. 2007 (CET)
Hallo Zahnstein. Danke für Deine Anmerkung. Ich fürchte allerdings, dass auch bezüglich der Lapita-Kultur wissenschaftlich ernstzunehmende Belege bezüglich der Ratten als „lebender Proviant“ nicht nachzuweisen sind. Diese Kultur ist weitgehend unerforscht. Nachweise beziehen sich im Wesentlichen darauf, dass sie der Töpferei kundig waren. Kurz: Man weiß zwar, dass es sie gab, doch nicht wie sie lebten und ganz sicher nicht, auf welche Art sie Seefahrt betrieben. Weder kennt man die Bootstypen, die sie nutzten, noch ihre navigatorischen Methoden. Sollte ein Autor bezüglich dieser Kultur zu der Ansicht gelangt sein, dass Ratten als „lebender Proviant“ auf längeren Seereisen mitgeführt wurden, so scheint mir dies nach allen (!) mir vorliegenden Quellen unwahrscheinlich und ist in jedem Falle nicht eindeutig belegt. Plausibel (Aber ebenfalls nicht nachgewiesen) ist die Theorie, dass Siedlerschiffe (welchen Kulturkreises auch immer) die über eine weite Seedistanz ihr Ziel erreichen sollten, nicht Rattenfrei gehalten werden konnten, da sie eine gewisse Grösse und Seefähigkeit nicht unterschreiten durften, grosse Mengen an Lebensmitteln und vor allen Dingen Saatgütern mit sich führen mussten und deshalb auf Grund ihrer Größe und ihres Beladungszustandes diesbezüglich unkontrollierbar waren. Die Ratte aber ist der geborene „blinde Passagier“! Extrem anpassungsfähig und in der Lage, ohne grosse durch Inzucht bedingte Einschränkungen, notfalls auch aus einem einzigen Elternpaar gezeugt, eine vollständige und funktionsfähige Population zu entwickeln. Was spätestens dann geschah, wenn die Siedlerschiffe ihr Ziel erreicht hatten. Nein: Ich persönlich halte es für wahrscheinlicher, dass der Mensch (Wo auch immer) die Ratte in seine neuen jungfräulichen Siedlungsgebiete unwillentlich eingeschleppt hat. Ich denke, um Wikipedia-Standards zu erfüllen sollte die These, die Lapita-Seefahrer hätten die Ratte als lebenden Proviant mitgeführt (und womöglich im neuen Siedlungsraum gar willentlich freigesetzt) auch aus dem Lapita-Artikel gestrichen werden. Es mag ja so sein, doch fehlen ernsthafte Belege. Gruß --Merlinor disk 00:45, 13. Mär. 2007 (CET)
Belege, u.a. für die Verwendung von Ratten als Nahrungsmittel:
Rattus exulans: "The Polynesian rat is thought to have originated from the Malayan region, and to have been deliberately introduced to many islands by Polynesians who considered it a valuable food source (Spennemann, 1997)."
Rattus exulans: "The rats were carried along on the large sea-going canoes with pigs, dogs and jungle cocks."
Hunt: Rethinking the Fall of Easter Island: "They brought along chickens and rats, both of which served as sources of food."
George Grey: Polynesian Mythology and Ancient Traditional History Of The New Zealanders: "Legend of the Emigration of Turi [...] o this Tuau cheerfully consented, and got into the canoe, which was already afloat; then were carried on board all the articles which the voyagers were to take; and their friends put on board for them seed, sweet potatoes, of the species called Te Kakau, and dried stones of the berries of the Karaka-tree; and some five edible rats in boxes, and some tame green parrots; and added some pet Pukeko, or large water-hens; and many other valuable things were put on board the canoe, whence the proverb: 'Aotea of the valuable cargo.'"
Im Gegensatz zu westlichen Ansichten, die in der Ratte vor allem Ungeziefer sehen, unterscheidet sich die Betrachtung der Kleinen Pazifikratte, wie die Mythologie zeigt:
Martha Beckwith: Hawaiian Mythology: "[...] the rat and the gecko (moʻo) who play so important a part in Hawaiian aumakua legends."
Martha Beckwith: Hawaiian Mythology: "The Kumulipo genealogy [...] The first part tells of the birth of the lower forms of life up through pairs of sea and land plants, fish and birds, creeping reptiles and creeping plants, to the mammals known to Hawaiians before the discovery by Europeans: the pig, the bat, the rat, and the dog."
--ThT 08:13, 13. Mär. 2007 (CET)
Meine Quelle bezüglich der Ratte und Lapita war dies: "Our previous research has shown that analyses of mtDNA variation in the Pacific rat (Rattus exulans), often transported as a food item in the colonizing canoes, are valuable for tracing prehistoric human migration within Polynesia." Genaugenommen ist es nicht ausgeschlossen, dass die Ratten unbeabsichtigt mitgenommen worden sind. Anhand der DNA lässt sich das nämlich nicht belegen. Insofern habe ich aus dem Lapita-Artikel den Teil entfernt, der die beabsichtigte Ausbreitung der Ratte in Ozeanien behauptet. Ist übrigens fürs Thema unerheblich und unbeweisbar, da es keine Aufzeichnungen darüber gibt. Ich denke, hier im Artikel kann man das "gezielte Aussetzen" ebenfalls entfernen. Es dürfte reichen zu erwähnen, dass sie gelegentlich als Nahrung verwendet wurden. Dies scheint ja belegt zu sein. Die Frage bleibt, ob vielleicht zur Fütterung von Nutztieren? --Zahnstein 10:57, 13. Mär. 2007 (CET)
Es heißt bei E. Matisoo-Smith, J. H. Robins: Origins and dispersals of Pacific peoples: Evidence from mtDNA phylogenies of the Pacific rat. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS). June 15, 2004, vol. 101, no. 24, 9167-9172 aber auch: "Rattus exulans skeletal remains first appear in Remote Oceania in Lapita settlements, generally in the earliest layers, and are present in all archaeological sites associated with both Lapita and with the later Polynesian settlement. The ubiquitous distribution and the fact that skeletal remains occur in large numbers in archaeological middens suggests that R. exulans was intentionally introduced, possibly as a food item. These rats do not swim so cannot self disperse (8). Therefore a phylogeographic analysis of R. exulans populations should provide evidence of the origins of the canoes that transported the animals, and thus shed light on the origins of both the Polynesians and the Lapita peoples. In addition to R. exulans, people associated with the Lapita horizon also introduced dogs (Canis familiaris), pigs (Sus sp.), and jungle fowl (Gallus gallus) to the islands they settled." Es scheint sich um eine gefestigte Theorie mit entsprechenden archäologischen Belegen zu handeln. Das sollte hier dargestellt werden, alles andere wäre Theoriefindung. --ThT 12:26, 13. Mär. 2007 (CET)
Sicher ist nur, dass es diese Tiere überall gegeben hat. Dies legt laut Zitat die absichtliche Verbreitung nahe ("suggest"). Ist aber kein Beweis. Da auch Hunde laut Text verbreitet wurden, könnten die Ratten auch als Hundenahrung mitgenommen worden sein. Also, man hat Belege, dass die Ratten von den Polynesiern und Lapita-Leuten verbreitet wurden, möglicherweise mit Absicht, doch zu welchem Zweck ist unbekannt. Ich schlage deshalb vor, statt "Allem Anschein nach wurden auf einigen Inseln auch gezielt Ratten ausgesetzt, um eine zusätzliche Nahrungsquelle zu erschließen, was sich auch in den teilweise großen Mengen an Rattenknochen in alten Abfallgruben zeigt." zu schreiben: "In der Zeit der Lapita-Kultur ist auch die Pazifische Ratte auf vielen Inseln Polynesiens heimisch geworden, wie teilweise große Mengen an Rattenknochen in alten Abfallgruben zeigen. Dies mag mit Absicht geschehen sein, etwa als zusätzliche Nahrungsquelle für Mensch oder Tier. Allerdings ist eine unbeabsichtigte Verbreitung dieser und weiterer Rattenarten nicht auszuschließen, wie es in der Zeit nach Kontakt mit den Europäern zum Normalfall wurde. Eine Folge war, dass durch die Ratten viele kleinere Tierarten vernichtet wurden." --Zahnstein 13:22, 13. Mär. 2007 (CET)
Schlage noch 2 kleine Änderungen vor:
"In der Zeit der Lapita-Kultur ist auch die Pazifische Ratte auf vielen Inseln Polynesiens heimisch geworden, wie teilweise große Mengen an Rattenknochen in alten Abfallgruben zeigen. Dies mag mit Absicht geschehen sein, etwa als zusätzliche Nahrungsquelle für Mensch oder Tier. Allerdings ist eine unbeabsichtigte Verbreitung dieser und weiterer Rattenarten nicht auszuschließen, wie es in der Zeit nach Kontakt mit den Europäern zum Normalfall wurde. Eine Folge war, dass durch die Ratten viele kleinere Tierarten verschwanden."
Die unbeabsichtigte Verbreitung ist m.E. Theoriefindung. Dagegen sprechen diese Quellen: [4], [5], [6], [7] (s.o., [8]). --ThT 13:45, 13. Mär. 2007 (CET)
Wissenschaftlich erwiesen ist, dass sowohl die Lapita-Kultur als auch die alten Polynesier die Ratte auf den von ihnen besiedelten Inselgruppen einschleppten. Ebenso erwiesen ist, dass zumindest die Polynesier die Ratte als Nahrungsmittel betrachteten, bejagten und verzehrten. Nicht erwiesen, sondern lediglich Vermutung ist, dass sie die Ratte willentlich als Nahrungslieferant auf die von ihnen entdeckten Inseln verbracht haben. Es ist wenig wahrscheinlich, dass sich diese Hypothese jemals eindeutig belegen lassen wird. Belegt und ganz sicher keine Theoriefindung ist die Tatsache, dass verschiedene Rattenarten auf dem Seeweg durch eine Vielzahl von Kulturen ungewollt in fremde Gebiete verpflanzt wurden. Da nicht anzunehmen ist, dass die Ratten in Polynesien neben den Siedlungsbooten herschwammen, um neue Siedlungsräume zu erreichen, sagt die schlichte Logik, dass die Polynesier sie unwillentlich als blinde Passagiere auf die Inseln beförderten... Falls sie dies nicht willentlich taten, was sich aber eben nicht beweisen lässt... und so weiter und so fort... Gruß --Merlinor disk 17:39, 14. Mär. 2007 (CET)
An der Darstellung der in den genannten Quellen aufgestellten Theorien wird hier gearbeitet. Die genannten Quellen liefern die Ergebnisse verschiedener archäologischer Forschungsmethoden und sollten m.E. neutral dargestellt werden. • Was ist Theoriefindung? "Als Theoriefindung gelten Aussagen in Artikeln der Wikipedia, die in keiner anerkannten Fachliteratur veröffentlicht sind. Das betrifft insbesondere unveröffentlichte Theorien, Daten, Aussagen, Konzepte, Methoden oder Argumente, aber auch eigene Interpretationen veröffentlichter Daten und Analysen." Hervorhebung von --ThT. --ThT 08:46, 15. Mär. 2007 (CET)
Habe den Artikel entsprechend geändert ([9]). --ThT 14:36, 20. Mär. 2007 (CET)
"Bootsbau" umlagern nach Auslegerkanu und eine Friedenspfeife [Bearbeiten]
Was in diesem Artikel über den Bootsbau steht, gilt nicht nur für Polynesien, sondern für den gesamten südpazifischen Raum. Ich würde deshalb gern alles zu diesem Thema in den Artikel Auslegerkanu verschieben und dort auch noch ein wenig ergänzen, wenn es keine Einsprüche gibt. --Plenz 06:36, 28. Apr. 2007 (CEST)
Ich denke nicht, dass eine derartige Abspaltung sinnvoll ist. Der Artikel „Auslegerkanu“ behandelt bislang nicht im entferntesten, was dieser Begriff eigentlich beinhaltet. Derartige Konstruktionen waren in vielfältigen Kulturen bekannt: In Afrika, in Südamerika und auch in Europa. Der „Ausleger“ ist seemännisch ein Begriff, der in allen seefahrenden Kulturen eine Bedeutung hat und verstanden wird. Ihn mit dem Begriff des „Kanus“ zu verbinden und ausschließlich auf den ozeanischen Seeraum zu beziehen, ist nicht korrekt... Im indischen Ozean fischen heute noch Fischer mit aus Baumstämmen gewonnenen Booten (letztlich „Einbäumen“ mit zusätzlich angebracher hoher Beblankung und einem „Ausleger“, der an wildgewachsenen Ästen einen grobehauenen Holzstamm führt) die heutzutage tatsächlich einen Aussenbordmotor besitzen und als „Ausleger-Kanus“ bezeichnet werden. Die aber sind nicht beschrieben in genanntem Artikel, wie so viele andere... In diesem wird letzlich nur auf die angeblichen Wurzeln eines neuartigen ozeanischen Volkssports abgezielt. Im Artikel „Polynesien“ geht es allerdings nicht um diese, sondern um historisch gesicherte Tatsachen: Nein, die Melanesier und die Polynesier haben nicht das „Auslegerkanu“ erfunden, sondern das „Doppelrumpfboot“. Ein Boot nämlich, dessen Mast, Besatzung und Ladung sich auf einer Plattform zwischen den beiden strömungsgünstisch bearbeiteten Rümpfen aufhielt und nicht innerhalb eines derselben (ungeachtet der Tatsache, welcher der beiden Rümpfe grösser war). Derartige Konstruktionen sind ausserhalb des Melanesisch-Polynesischen Kulturraumes nicht bekannt, Auslegerkanus, deren Besatzung sich innerhalb des „Hauptrumpfes“ aufhielt aber wohl. Es scheint mir nötig, zuerst einmal die Begriffe zu klären und speziell beim "Auslegerkanu" zuerst einmal die vielfältigen kulturellen und historischen Variationen dieses maritimen Konzeptes aufzuspüren und weltweit darzustellen. Bis dahin ist meines Erachtens nach der Absatz "Bootsbau" des Polynesien-Artikels dort gut aufgehoben. Gruß --Merlinor disk 04:17, 30. Apr. 2007 (CEST)
Du hast recht, das Thema ist komplexer, als ich gedacht hatte. Auf den Unterschied zwischen "innen drin" und "oben drauf" hatte ich bisher noch gar nicht so geachtet. Eine Auslagerung halte ich trotzdem für sinnvoll, denn sonst müsste man IMHO das gesamte Kapitel in die Artikel Melanesien und Mikronesien hineinkopieren. Jedenfalls liegt im Museum von Suva (Fidschi, also Melanesien) ein Doppelrumpfboot mit Plattform. Außerdem zeigt das Bild von dem Nachbau einen Zweimaster, bei dem die Masten ganz offensichtlich NICHT versetzt werden; auch das Steuerruder hat seinen festen Platz, sodass das im Artikel Gesagte gar nicht zu dem Bild passt - zu dem Boot in Suva aber sehr wohl. All dies könnte man unter einem Extra-Lemma (welches auch immer) ausführlicher behandeln. --Plenz 11:02, 30. Apr. 2007 (CEST)
Sicher ist: Sowohl Bootsbau als auch Navigation könnten ein gemeinsames Dach im Portal „Ozeanien“ finden. Anmerkung: Bei einem Doppelrumpfboot mit zwei Masten macht eine Versetzung derselben wenig Sinn. Das auf den „Kopf gestellte“ polynesische Dreieckssegel hingegen konnte am Mast ohne weiteres für Winde aus unterschiedlichen Richtungen umgesetzet werden. Der Nachteil aerodynamischer Instabilität wurde hierfür offensichtlich in Kauf genommen. Möglicherweise wurde dieses Segel aus der Erfahrung kriegerischer Unternehmungen entwickelt, welche ein schnelles Entfernen der Boote nach Überfällen erforderte. (Auflaufen auf den Sand der Küste, kein Wendemanöver, Überfall, schnelles ablaufen mit Hilfe der Kraft der Segel und der Paddel...) Zum Ruder: Laut Überlieferung wurden große Doppelrumpfboote nicht mit Hilfe eines Ruders gesteuert, sondern durch Paddel, die an den Seiten eingetaucht wurden, um den Kurs zu verändern. Sodann wurde die Segelstellung dem neuen Kurs angepasst. Das fest installierte Ruder ist somit eine Konzession an moderne Zeiten. Hier bleibt ohnehin festzuhalten, dass das Wunder der Navigation ohne Kompass und Sextant nicht mehr von den Polynesiern selbst verwirklicht werden konnte: Der letzte „Seeleser“, welcher den jungen polynesischen Seefahrern, die dieses ungeheure Experiment wagen wollten seine Kunst vermittelte, war - ach ach - Melanesier... Gruß --Merlinor disk 02:53, 3. Mai 2007 (CEST)
Wieso "ach ach"? Gibt es irgendwelche Gründe, Melanesier und Polynesier voneinander abzugrenzen? Andere Menschen, andere Kultur? Der Artikel Melanesien ist ja leider sehr dürftig und gibt keinen Stoff für Vergleiche. --Plenz 22:09, 1. Jun. 2007 (CEST)
Gibt es: Sowohl Cook als auch Camisso waren diesbezüglich sehr deutlich... Das „ach, ach“ ist allerdings eine Ironie meinerseits, bezüglich der traurigen Tatsache, dass Polynesien sich diesbezüglich aus eigener Kraft nicht mehr helfen konnte. Persönlich: Ich bewundere diese Kulturen zutiefst und beweine mit Ihnen den durch uns erlittenen Untergang. Folglich bewundere ich die Kultur der Melanesier ebenso wie die der Polynesier, sehe allerdings auch die Unterschiede, aber freue mich natürlich besonders mit diesen, weil sie es waren, die zur gemeinsamen Eherenrettung der melanesischen wie polynesischen Seefahrtskunst so viel beitragen konnten. Gruss Merlinor disk 00:00, 4. Jun. 2007 (CEST)
Wenn Cook und Camisso sehr deutlich waren, dann sollte die Wikipedia es auch sein und diese Unterschiede erwähnen. Hier steht etwas über "Polynesien als einheitlicher Kulturraum", aber nichts darüber, was diesen definiert und abgrenzt. --Plenz 05:23, 4. Jun. 2007 (CEST)
Ich hatte für den Artikel Tongaisches Imperium zum Thema Schiffbau recherchiert und bin dabei auf dieses Bild gestoßen: Bild:Pirogen-Tonga-1832.jpg Das Bild ist aus 1832. Man kann dort einige Bootstypen erkennen, weshalb ich es verwendet habe. PS: Vielleicht wäre der Artikel auch etwas für den Geschichtsabschnitt? --Zahnstein 03:51, 30. Mai 2007 (CEST)
Ein gutes Bild. Ich schlage vor, Du baust es in den Artikel ein. Wie es insgesamt weitergehen soll, weiß ich auch nicht. Das Problem ist, dass „Polynesien“ als einigermassen einheitlicher Kulturraum sich ausschließlich aus der Vergangenheit heraus definieren lässt. Die Entwicklung in heutiger Zeit ist regional (nach all den Verwerfungen durch den Kontakt und oftmals die Vernichtung durch die Kolonialzeit) in einem einem solchen Ausmaß verschieden, dass man von einem einheitlichen Kulturraum kaum mehr sprechen kann. Wenn Polynesier unterschiedlicher Inselgruppen sich heutzutage wieder als kulturellen Verbund begreifen und darstellen, dann nur dank und im Rahmen der Rückbesinnung auf eine, leider im Impakt der Begegnung mit „Europa“ untergegangene, gemeinsame kulturelle Vergangenheit. Dies ist im Übrigen eine der Schwierigkeiten dieses Artikels: Im Grunde genommen kann er nur auf eine Darstellung der Vergangenheit abstellen, da es eine gemeinsame kulturelle Gegenwart in Polynesien kaum mehr gibt. So ist das eben mit nahezu untergegangenen Kulturen... Hier bleibt nur zu hoffen, dass die derzeitigen Bestrebungen, zumindest Teile der alten Kultur(en) wiederzubeleben im Laufe der Zeit zur Wiederherstellung einer gültigen polynesischen kulturellen Identität beitragen mögen... Gruß Merlinor disk 01:50, 1. Jun. 2007 (CEST)
Der Artikel Tongaisches Imperium beschreibt die Zeit von etwa 950 bis 1850. Dann hatte ich noch bei den Recherchen zum Artikel Tupaia die erstaunliche Tatsache gefunden, dass dieser Einheimische um 1769 aus Französisch-Polynesien die neuseeländischen Māori verstehen konnte. Ich hatte auch mal an einen Artikel über das Thema en:Blackbirding aus der Kolonialzeit gedacht. Ein weiteres Thema sind die Strandläufer. Dazu gibt es seit kurzem einen Artikel. Da ich dazu schon länger weiteres Material habe, werde ich früher oder später den Artikel ausbauen. Ich habe den Verdacht, dass über diese Beachcomber Ozeanien wirtschaftlich an z.B. Britisch-Indien angeschlossen war. (z.B. Kopra-Handel). Mit William Harris haben wir da einen exemplarischen Strandläufer als Artikel, ich weiß aber auch noch von anderen. So im Artikel Rai (Währung), hatte ich einen David Dean O'Keefe erwähnt, dessen Geschichte sogar von Hollywood verfilmt wurde. Zur religösen Geschichte hatte ich mich während ich an den Artikeln Pierre Chanel und Shirley Waldemar Baker schrieb informiert. Gerade der letztere war extrem informativ, und welche Bedeutung die einheimischen, tongaischen christlichen Kirchen historisch gespielt haben. Der Artikel Polynesien ist wirklich schön, nur ist der Abschnitt Geschichte etwas dünn. Ich selber hatte mich eine Zeitlang (2005) mit der Geschichte Ozeaniens befasst, einige Artikel fürs Portal sind dabei entstanden. Da ich jetzt mehr in geowissenschaftlichen Themen engagiert bin, hatte ich hier nichts mehr gemacht. Da du diesen Artikel toll geschrieben hast und dich offenbar toll auskennst, meine Infos beruhen leider nur auf Internet-Recherchen, wollte ich dich mit den bereits vorhandenen Geschichts-Artikel bekannt machen. Ich könnte selber etwas dazu hier im Artikel schreiben, doch hätte das nicht die Qualität für einen Lesenswerten Artikel, da ich nur punktuelle Informationen habe (da wo ich recherchiert hatte). Im Grunde könnte man den Artikel so lassen, die Resonanz bei der Kandidatur ist ja sehr gut und alle von mir angesprochenen Themen sind im Artikel vorhanden. Eine konkrete Bitte hätte ich: Da du dich bei der Kultur sehr gut auskennst, könntest du dir den Artikel Taubenjagd (Ozeanien) ansehen. Ich habe den Verdacht, dass es sich dabei nicht nur um einen Sport handelte und so bald finde ich keinen anderen Fachmann, den ich deshalb befragen kann. --Zahnstein 06:02, 1. Jun. 2007 (CEST)
4 Beiträge umsortiert nach Diskussion:Polynesien#Überarbeitung:
Merlinor disk 22:43, 3. Jun. 2007 (CEST)
--ThT 10:46, 4. Jun. 2007 (CEST)
disk 23:51, 7. Jun. 2007 (CEST)
--ThT 07:09, 8. Jun. 2007 (CEST)
--ThT 07:19, 8. Jun. 2007 (CEST)
Huhn [Bearbeiten]
Es gibt hier neue wissenschaftliche Ergebnisse zum Thema: Die Vögel [Huhn] gelangten zusammen mit den Polynesiern nach Chile. Im Artikel ist auch ein Link auf diesen Artikel enthalten. Gruß, -- Zahnstein 05:28, 5. Jun. 2007 (CEST)
Interessant! Muss hier noch ein wenig recherchieren. Gruß Merlinor disk 23:35, 7. Jun. 2007 (CEST)
Ist in Artikel Polynesier schon eingebaut. Wenn der eigentliche Artikel in PNAS erscheint, sollte der Link ergänzt werden. --ThT 07:24, 8. Jun. 2007 (CEST)
Lesenswert-Diskussion vom 29. Mai - 5. Juni 2007 (erfolgreich) [Bearbeiten]
Sehr lesenswert und informationsreich! Meiner Meinung nach wäre er ein sehr guter Kandidat!--Gruß, رستم (Rostam) Post 08:21, 29. Mai 2007 (CEST)
Pro --Gruß, رستم (Rostam) Post 08:21, 29. Mai 2007 (CEST)
Pro -- sehr schön Udimu 09:04, 30. Mai 2007 (CEST)
Pro mindestens lesenwert! --JaySef 13:14, 30. Mai 2007 (CEST)
Neutral mit Hinweis auf die in der letzten KLA-Disku aufgezeigten inhaltlichen und strukturellen Probleme. Der Kulturraum ist so weit ich das beurteilen kann sehr gut beschrieben, die Geographie hinkt hinterher. --Janneman 21:47, 30. Mai 2007 (CEST)
Neutral sehr füllwortlastig, die wikipedia-eigenreferenz finde ich komisch (http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Steinzeit&oldid=2032330), "in den letzten jahren" stimmt bald nicht mehr. das kann man sprachlich sicher noch verbessern. --Rupp.de 00:15, 31. Mai 2007 (CEST)
meine Fresse, ein Autoreviewer. Super, musst gar nicht mehr selbst lesen. Oder gar denken. Ernsthaft: so einen gequirlten Mist hab ich hier selten gesehen. Willst du uns etwa sagen, dass Wörter wie "auch", "jeweils", "dann" und "aber" nie und keineswegs propositionalen Wert haben? Und selbst wenn: schonmal was von Timbre gehört? 47 Wörter ohne Punkt übersteigen dein Vorstellungsvermögen? Hoffe, dass du nie Kant lesen musst. Dieses Spielzeug gerne wieder abschalten und bis dahin jede darauf basierende Bewertung ignorieren. I thank for your sweetly faked attention, Ende der Durchsage. --Janneman 03:47, 31. Mai 2007 (CEST)
Ich finde das Teil ganz gut. Schriftsprache ist etwas anderes als mündliche Rede und Wörter wie "auch" und "aber" werden oft falsch und unnötig verwendet. So ein Tool kann einem helfen darauf zu achten. --Zahnstein 08:08, 31. Mai 2007 (CEST)
Schau doch mal was der Konsens dazu ist: Wikipedia:Wie_schreibe_ich_gute_Artikel#Wortwahl, WP:WSIGA#Schreibe_in_ganzen_Sätzen. Der längste Satz den das Tool bisher gefunden hat, aus Amphetamin:
Häufig stimmt es zwar, dass der Amingeruch von Amphetaminbase kommt, die Masse ist jedoch meist eine Mischung aus Base und Salz, wobei bei der Herstellung die Base häufig nicht komplett mit einer Säure zum Salz neutralisiert wird, da bei der Neutralisation nur bis zu einem bestimmten Punkt, an dem alle Amphetaminmoleküle mit einem Säureanion verbunden sind, Säure hinzugefügt werden darf, und dieser Punkt kann bei unsorgfältigem Arbeiten, was vor allem bei kleineren, weniger professionellen Synthesen der Fall ist, äußerst rasch überschritten werden, und dies wirkt sich negativ auf das Endprodukt aus, zum Teil wurde beschrieben, dass von daher ein Teil Amphetaminproben stammt, welcher beim nasalen Konsum (durch den zu niedrigen pH-Wert) als äußerst ätzend und beißend scharf empfunden wird und teilweise auch zur Schädigung der Nasenschleimhaut beitragen kann.
Zitate ignoriert der Autoreviewer übrigens, Kant ist also kein Problem ;) --Rupp.de 00:01, 1. Jun. 2007 (CEST)
Pro schön geschreibener Artikel. Für Exellent kann man durchaus an der Sprache weiter feilen, auch inhaltlich wäre da was nachzulegen, aber lesenweert ist er alle mal. --Aineias © 00:09, 1. Jun. 2007 (CEST)
Contra Die KLA-Disku (Jannemann, 30.5.) ist nicht abgearbeitet, auf der Disku-Seite gibts viele Baustellen. 89.50.50.80 16:00, 3. Jun. 2007 (CEST)
Pro interessanter und informativer Artikel --Stephan 07:54, 5. Jun. 2007 (CEST)
Überarbeitung [Bearbeiten]
Ich schlage vor, wir machen jetzt gemeinsam etwas aus diesem Artikel! Nötigenfalls kannibalisieren wir ihn und ordnen seine Gebeine den jeweiligen Artikeln im Portal „Oceanien“ zu. Oder wir schaffen ein Portal „Polynesien“. Was auch immer: Machen wir etwas draus, das der Wikipedia würdig ist... Zahnstein: Das hat mir schon ziemlich gefallen, was Du zum Thema anscheinend beitragen kannst. Ich bitte Dich, hier zu helfen. Ich oute mich jetzt auch gerne als die „Reinkarnation“ des ehemaligen „Phoenix-R“. Thomas Tunsch: Ich würde wirklich mit Freude mit Dir die Friedenspfeife rauchen... Du hast mehr als nur ausreichend bewiesen, dass Dir eine seriöse Arbeit in der WP wichtig ist. (Über)empfindlich war am Ende nur noch ich... Wenn Ihr wollt, gehen wir es an... Es wäre mir eine Freude und Ehre! Gruß Merlinor disk 22:43, 3. Jun. 2007 (CEST)
Schlage vor, die Diskussionsseite schrittweise abzuarbeiten: siehe Archivierung Abstimmung 5. bis 12. Februar 2007 (meine Vorschläge vom 6.2.2007). Die Hinweise vom Korrekturhelfer (Autoreviewer könnten ggf. auch berücksichtigt werden. Bei Bedarf könnte ich selbst etwas aus der Richtung Hawaiʻi beisteuern. Für einige Bilder ist der Zusammenhang zum Text nicht recht klar. Gruß, --ThT 10:46, 4. Jun. 2007 (CEST)
Na nu... Was ist hier passiert? War da eine Wahl? Wie auch immer: Ich denke, wir sollten trotzdem den Artikel noch erheblich verbessern. Danke Thomas, dass Du die Friedenspfeife angenommen hast. Leider bin ich aus beruflichen Gründen zeitlich etwas knapp, aber ich melde mich. Sinnvoll und für's erste am wichtigsten erscheint mir augenblicklich, den geographischen Teil zu erweitern. Da gab es schon sehr berechtigte Kritik. (Vulkanische Inseln versus Korallenatolle etc.) Die Idee, die bisherige Diskussion einmal der Reihe nach abzuarbeiten finde ich gut. Ich bin allerdings kein grosser Befürworter der Tendenz, jeden zweiten Satz im Artikel mit einem Zitatelink zu versehen. Zum einen, weil ich eine derartige Form für unenzyklopädisch halte. (Dies ist keine Doktorarbeit, sollte also einigermassen lesbar bleiben. Formal finde ich hier die Encyclopaedia Britannica recht vorbildlich) Zum anderen, weil ich eine Menge an Information der „allwissenden Müllhalde“ verdanke, und Links auf Zitate dort manchmal nicht sehr dauerhaft sind. (In australischen Universitätsbibliotheken z.B. finden sich oft ganz verblüffende Bits an Information. Diese Burschen sind einfach cleverer als wir und stellen Zeug in's Netz, für das Du bei unseren Universitätsleitungen mit Anträgen in dreifacher Ausführung betteln musst) Na ja. Wir werden das schon hinkriegen... Gruß Merlinor disk 00:29, 6. Jun. 2007 (CEST)
Kläre bitte, welche Bilder und warum. Danke im Voraus. Gruß Merlinor disk 23:51, 7. Jun. 2007 (CEST)
Diese Bilder:
Bild:Polynesian Cultural Centre Canoe Ride.jpg
Bild:Na Mokulua.jpg
Bild:Paul Gauguin 056.jpg
Bild:Marché Papeete.jpg
Bild:Bucht in Neuseeland.jpg
Bild:Urville-Tahiti-houses.jpg
Bild:Hawaje.jpg
--ThT 07:09, 8. Jun. 2007 (CEST)
Geographie: Ist es sicher, dass in den 294.000 km² auch die Landfläche Neuseelands bereits enthalten ist? --Zahnstein 09:52, 8. Jun. 2007 (CEST)
Ich habe die Tabelle im Artikel Ozeanin über zur Landesfläche gesehen, danach sollte das so stimmen. --Zahnstein 10:51, 8. Jun. 2007 (CEST)
Sind die Boote von "Canoe Ride" authentisch oder nur zum Herumschippern von Touristenmassen entworfen? (Übrigens wartet weiter oben noch eine Frage wegen Cook und Camisso auf Beantwortung.) --Plenz 22:35, 8. Jun. 2007 (CEST)
Wenn ich mir die Boote auf dem Photo ansehe, gehe ich davon aus, dass sie wohl vordringlich zum Zweck des „Herumschipperns“ von Touristen entworfen wurden. Wieweit dabei tatsächlich eine echte Annäherung an alte Bauweisen errreicht wird, ist zumindest mir aus diesem Bild nicht ersichtlich. Allerdings hege ich da Zweifel. Von mir aus kann das Photo also gerne weg. Ich hab' es damals eigentlich nur als grundsätzlichen Beleg dafür reingestellt, dass sich in heutiger Zeit verschiedenartige Bestrebungen etabliert haben, die Kultur Polynesiens darzustellen, unter anderem auch dadurch, diese für den Tourismus attraktiv zu machen.
Sowohl Cook als auch Camisso beschreiben die Polynesier als körperlich sowohl größer wie stärker. Sie stellen also vordringlich auf ethnische Unterschiede ab. Kulturell beschreiben sie die Melanesier im Gegensatz zu den von ihnen als ausgesprochen kriegerisch eingeschätzten Polynesiern als friedfertiger und umgänglicher.
das „Mokulua“ Bild habe ich reingestellt, weil ich es einfach wunderschön finde und glaube, dass es ganz gut versinnbildlicht, um was für eine Art Siedlungsraum es sich hier handelt: Viel Wasser und kleine Inseln... Das Gauguin-Bild habe ich genommen, weil ich finde, dass es polynesische Frauen recht treffend widergibt, sowohl vom Typus als auch in ihrer bunten Tracht. Er war halt ein Genie.
Die vier Bilder neben der Tabelle habe ich zugegebenermassen vordringlich aus Gründen des Lay-Outs reingestellt, weil sonst an der Seite der Tabelle so ein öder Freiraum entstehen würde. Ich finde allerding, dass sie sich auch dadurch legitimieren, dass sie einige der unterschiedlichen Fazetten dieses Siedlungsraumes darstellen: z.B. Das große Hawai’i versus kleines Palmerston-Atoll... Aber wirklich nötig sind sie wohl tatsächlich nicht... Gruß Merlinor disk 12:18, 10. Jun. 2007 (CEST)
Bild:Polynesian Cultural Centre Canoe Ride.jpg
Das Polynesian Cultural Center ist eine typische Touristenattraktion. In Hawaiʻi ist zwar Tourismus der größte Wirtschaftsfaktor, aber in ganz Polynesien ist die Situation doch sehr unterschiedlich. Vielleicht wären als kommentierte Gegenüberstellung ein Bild traditioneller Kultur (z.B. Image:ʻIlima Lei Tohi.jpg) und ein anderes (z.B. Image:Carrefour at Faa'a French Polynesia.JPG) geeigneter.
Bild:Na Mokulua.jpg
Statt zwei unbesiedelte Inseln wie Nā Mokulua im Abschnitt Besiedlung zu zeigen, wären vielleicht Bilder wie Image:Auslegerboot Polynesien.JPG, Image:HawaiianCanoes1784.jpg, Image:Canoe hokulea under sail profile.jpg oder Image:Priests traveling across kealakekua bay for first contact rituals.jpg passender.
Bild:Paul Gauguin 056.jpg
Im Artikel Paul Gauguin heißt es u.a.: "Es entstanden zahlreiche Gemälde mit tahitianischen Motiven. Sie geben jedoch nicht das Tahiti wieder, das Gauguin umgab, sondern die farbenprächtige, exotische Welt, die er sich erträumt hatte." (09:42, 1. Jun. 2007) Vielleicht paßt ein Bild von Kaʻahumanu besser?
Bild:Marché Papeete.jpg, Bild:Bucht in Neuseeland.jpg, Bild:Urville-Tahiti-houses.jpg und Bild:Hawaje.jpg sollten vielleicht durch entsprechende Beschriftungen auf den Text bezogen werden oder lieber wegfallen.
--ThT 09:04, 11. Jun. 2007 (CEST)
Im Geographie-Kapitel wäre noch Platz für ein Unterkapitel übers Klima. Hat jemand dazu eine Idee? --Zahnstein 19:05, 11. Jun. 2007 (CEST)
Ich habe dann die Tabelle wieder auf ihren alten Platz geschoben. --Zahnstein 00:40, 12. Jun. 2007 (CEST)
Warum? Ich war gerade dabei, dies hier auf der D-Seite zu erklären. Jetzt hast Du meinen ganzen Text in einem Bearbeitungskonflikt vernichtet... uff. Gruß Merlinor disk 00:58, 12. Jun. 2007 (CEST)
Zahnstein: Danke für Deine Ergänzungen bezüglich der Geographie! Die sind wirklich gut. Ich hoffe, mit den Bildern bist Du einverstanden. PS: Ich weiss, was man sich für Arbeit machen kann, um Tabellen an bestehende Formate anzupassen... Ich hatte hier einmal die ultimative Tabelle entwickelt. Doch sie entsprach nicht den Normen der WP... Es war frustrierend, aber so ist das in der Wikipedia nun einmal. Manchmal macht man sich unnötige Arbeit. Leider... Doch am Ende findet man heraus, dass die WP-bewährte Gangart auch ihre Meriten hat. Gruß Merlinor disk 01:18, 12. Jun. 2007 (CEST)
Wie auch immer: So wie es jetzt ist, scheint es schon mal besser zu sein als vorher. Überflüssiges ist aus dem Artikel raus, über's Wetter werden wir noch reden und ein wertvoller Abschnitt wurde hinzugefügt... Thomas: Ich würde mch freuen, Deine derzeitige Einschätzung zu hören. Zahnstein: Verdammt nochmal, warum werde ich den Verdacht nicht los, dass Du tausend mal mehr über diese Kultur weißt, als ich es jemals werde... Bitte. Bleib uns erhalten! Gruß Merlinor disk 01:51, 12. Jun. 2007 (CEST)
Thomas: Mit Deiner Bildkritik hast Du schon recht. Ich hoffe, dass Dir die bisherige Umgestaltung zusagt. Zum Gauguin: Mag sein, dass er ein verträumter Spinner war. So jedenfalls wird er in der kulturhistorischen Literatur Europas hingestellt. Wenn ich das Bild dieser Frauen sehe, dann plagen mich allerdings Zweifel an einer derartigen Einschätzung. Hier ist nichts verträumt, verklärt oder verschleiert: Einfach mal guggen... Eine bessere, klarere und bezeichnendere Darstellung polynesischer Frauen aus der Hand eines Zeitzeugen werden wir nicht finden... Gruß Merlinor disk 03:01, 12. Jun. 2007 (CEST)
Wenn jemand größere Umbauten vornehmen will, ist Vorlage:inuse zu empfehlen. Die Tabelle polynesischer Inseln würde ich ganz am Anfang erwarten: nachdem in einem Absatz erklärt wird was P. ist, wird aufgeführt, was alles dazu gehört (z.B. als Abschnitt Inseln und Inselgruppen Polynesiens vor Geographie).
Vielleicht das Bild von Gauguin mit diesem Bild von Kaʻahumanu zusammen zeigen. Soweit ich weiß, ist diese Zeichnung auch eine zeitgenössische Darstellung. --ThT 15:20, 12. Jun. 2007 (CEST)
Habe etwas über Meeeresströme eingefügt. Dass ich das auch gleich für den Artikel Ozeanien benutzt habe, dürfte kein Problem sein. Ich denke, dass dies auch ein guter Anknüpfungspunkt fürs Wetter sein könnte, speziell für Neuseeland sollte das entscheidend sein. --Zahnstein 12:42, 12. Jun. 2007 (CEST)
Unterschied zwischen Polynesiern und Melanesiern [Bearbeiten]
Die Polynesier sind also größer und kriegerischer als die Melanesier. Letzteres ist ja wohl reine Erziehungssache - da bleibt also nur der Größenunterschied übrig. Ist das wirklich alles? Wie sieht es bei Kleidung, Schmuck, Waffen, Bootstypen aus? Sitten, Gebräuche, Riten? Religion, Götter? Sprache, Lieder? --Plenz 05:28, 12. Jun. 2007 (CEST)
Hallo Plenz: Leider bin ich beruflich derzeit einigermassen eingespannt. Daher kann ich nur wenig Zeit auf nötige Recherchen richten. Zuerst einmal ein Fehler meinerseits. Der Navigator, den die Polynesier für ihre erste Reise engagierten und der danach die neuen Polynesischen Navigatoren lehrte war (mein Fehler!) Nicht Melanesier, sondern Micronesier... Der letzte polynesische Navigator nach alter Tradition war kurz zuvor verstorben... Er war bereits ein alter Mann und wollte sich dieser Aufgabe wohl nicht mehr stellen. Also segelte er mit seinem Boot in die Weite der See und kehrte nicht mehr zurück.
Die Unterschiede zwischen Polynesiern und Melanesiern sind für mich derzeit nur schwer zu beschreiben, vor allem deswegen, weil die Melanesier kaum einheitlich darstellbar sind und die kulturellen Grenzen zu den Polynesiern im Bereich der Inselgruppen, in denen beide Volksgruppen aneinander stossen, in manchen Bereichen wohl schwimmen. Vordergründig handelt es sich hier anscheinend um ethnologische Unterschiede: Die Melanesier sind dunkler, kraushaariger und körperlich kleiner, in der Abstammung anscheinend näher an den Leuten Papua-NeuGuineas. Auf manchen Inseln Melanesiens überwiegt allerdings auch der austronesische Typus. Kulturell scheint es bei den Melanesiern eine geradezu unglaubliche Vielfalt zu geben, mit Wechseln zwischen matriarchalischen und patriarchalischen sozialen Strukturen, die man bei den Polynesiern so nicht findet. Muss da noch einiges lesen. Hatte eigentlich nicht vorgehabt, mich auch noch mit den Melanesiern zu beschäftigen... Aber sei's drum. Wird allerdings seine Zeit dauern. Gruß Merlinor disk 04:25, 14. Jun. 2007 (CEST)
Eh Du nun lange recherchiert: wie siehst Du das persönlich? Warum interessierst Du Dich für Polynesien und nicht allgemein für Ozeanien? Gibt es da etwas Besonderes? Mir kommt diese Einteilung sehr willkürlich vor. Mir schienen vom Aussehen und von der Mentalität her die Fidschis eher zu den Samoanern zu passen als zu den Bewohnern Vanuatus, als ich 2005 diese drei Länder bereiste. --Plenz 05:26, 14. Jun. 2007 (CEST)
Hallo Plenz: Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder melde, aber ich bin derzeit beruflich wirklich (!) sehr eingespannt und finde kaum noch Zeit für irgend etwas... Möglicherweise kann uns in dieser Frage ja ein Nutzer helfen, der damals bei der Entstehung wesentlicher Teile des Lemmas unschätzbar hilfreich war. Es handelt sich um Kahuroa: Er hat einen kleinen Account hier, ist aber vor allem in der englischen WP aktiv. Dort hat er sehr viel für die Entwicklung verschiedener Lemmas zum Themenbereich „Polynesien“ getan und allem Anschein nach sogar eine eigene Wikipedia in Polynesischer Sprache gestartet. Er ist Maori und kann sicher helfen, die Unterschiede zwischen Polynesiern und Melanesiern zu klären. Ich selbst vermag hierzu im Moment noch nicht allzuviel beisteuern, denn ich muss gestehen, dass ich mich bislang vordringlich für die Thematik „Polynesien“ interessiert habe und bezüglich des restlichen Ozeaniens noch nicht allzu weit über den Tellerrand geschaut habe. Derzeit verwirrt mich das, was ich über Melanesien lese offengestanden mehr, als dass es mich erleuchtet. Da gibt es anscheinend tiefe gemeinsame Wurzeln ebenso wie gravierende Unterschiede. Ich sehe da noch keine klaren Linien. Besonders die Einflüsse aus Papua Neuguinea in der melanesischen Kultur kann ich bislang nur schwer einordnen. Anscheinend ist dies alles in den historischen Wissenschaften und bei den Anthropologen auch nicht ganz eindeutig geklärt. Da gibt es schon Stimmen, die die ganze bisherige Einteilung Ozeaniens in Micronesien, Melanesien und Polynesien so nicht stehen lassen wollen. Uff: Das wird ziemlich schwierig... Wenn ich nur mehr Zeit hätte... Wie ich das persönlich sehe? Nun, ich mag halt meine Polynesier: Ihnen, oder ihrer Kultur, verdanke ich wesentliche philosophische Elemente dessen, woran ich glaube. Auch wenn eine kriegerisch - kannibalistische Lebenshaltung hier vordergründig nur wenig Anreiz zu bieten scheint... Gruß Merlinor disk 23:50, 17. Jun. 2007 (CEST)
Schrift [Bearbeiten]
Tach zusammen. Dass allen Völkern Polynesien gemein sein soll, nie eine Schrift hervorgebracht zu haben stimmt so nicht. Auf der Osterinsel ist dies vorgekommen, allerdings wohl auch nur dort. Habe das im Artikel samt Weiterleitung auf den Artikel Rongorongo vermerkt. Gruß (nicht signierter Beitrag von 91.0.97.23 (Diskussion | Beiträge) --ThT 09:34, 20. Aug. 2007 (CEST))
Stimmt... --Merlinor disk
Pflanze, die Seewasser trinkbar macht? [Bearbeiten]
Die Samoaner sollen eine Pflanze gekannt haben, deren Verzehr es dem Menschen möglich machte, Meerwasser anstelle von Süsswasser zu trinken. Das schreibt Huguette Couffignal: Die Küche der Armen, ISBN 3-8888-0012-9, auf S. 39. Weiss jemand darüber näheres? --FradoDISKU 21:02, 28. Nov. 2007 (CET)
Von diversen indigenen Völkern ist bekannt, dass sie mit Hilfe pflanzlicher Extrakte fauliges - also bakteriell infiziertes Wasser - für den menschlichen Verzehr genisssbar oder haltbar gemacht haben. Über den Entzug des Salzes aus dem Meerwasser mit Hilfe von Pflanzen - und darum geht es hier, denn dies ist das zentrale Problem - ist mir nichts bekannt und ich halte derartiges auch für äusserst unwahrscheinlich. Eine derartige Entdeckung würde in der Welt der Wissenschaften ein Erdbeben ausgelöst haben, das nicht ungehört verhallte wäre... denkbar ist allerdings schon, dass auf derartige Weise milde Brackwasser gereinigt werden konnten. --Merlinor disk
Hmm... wär übrigens toll wenn Du Deinen Literaturlink korrekt unter die Web-links einsortieren würdest. Dort finden sich auch andere digital verfügbare literarische Zeugnisse... Er wird dort nicht einsam sein. ^^ lol... Gruss und Dank ^^ --Merlinor disk
Die Pflanze soll dem Meerwasser nicht das Salz entzogen, sondern ihr Verzehr soll salziges Meerwasser für den Menschen trinkbar gemacht haben. --FradoDISKU 18:03, 3. Dez. 2007 (CET)
Wie soll das gehen? Wo kommt das Salz hin? Der Mensch braucht mehrere Liter gering salzigen Wassers ( sog. Süsswasser... ) am Tag um zu leben... gerät das Salz in die Pflanze und wird dann ausgeschissen? Das wär 'ne Sensation! Gruss --Merlinor disk 03:36, 4. Dez. 2007 (CET)
Seefahrt [Bearbeiten]
Gibt es bezüglich Bootsbau und Navigation wirklich Unterschiede zwischen Polynesien, Mikronesien und Melanesien? Ich kann mir das nicht recht vorstellen, außer vielleicht hinsichtlich der Stabkarten, die es wohl nur (?) in den Marschallinseln gab.
Erwähnt werden sollten die (im Querprofil) meist scharf geschnittenen Rümpfe, die die Abdrift beim Kreuzen reduzieren.
Der Satz Im Falle des Kreuzens durch den Wind konnte die Mannschaft das Segel samt dem Mast nehmen und an das andere Ende des Schiffes stecken kann so nicht richtig sein. Der Mast ist mehrfach am Rumpf befestigt, sonst würde er schlicht umgeblasen. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass man den Mast an eine andere Stelle setzte. Das wäre eine längere Arbeit gewesen, die auf See schon aus Sicherheitsgründen keiner machen will. Man hat dagegen schlicht die unter Spitze des Segels in die neue Richtung gezogen. Außer bei den vollkommen symmetrischen Doppelrumpfbooten blieb die Luvseite ja immer die gleiche, nämlich die Seite mit dem Ausleger, an dem die meisten Wanten befestigt waren, was auch den größten Abstand zum Mastfuß ermöglichte und somit die stabilste Mastbefestigung. Dass die Boote in beide Richtungen fahren konnten (und können mussten), hat zumindest bei den Auslegerbooten somit rein bootstechnische Gründe. --AHert 18:46, 4. Feb. 2009 (CET)






